Alverans Pforten

Die Spinn ergibt keinen Sinn
... und es geht weiter als hilfloser Geweihter

„Wer verwebt des Schicksals Netze?
Wer verspinnt dessen Gesetze?
Wer bestimmt der Augen Sicht?
Wer entzieht sich selbst dem Licht?

Höhlen, Tunnel, Gänge
Einem Zwerg ist sowas nicht zu enge.
Doch sitzt darin ein dicker Spinn,
verliert Erfahrung ihren Sinn.

Und sind’s noch tausend Beine mehre,
vergeht im Spinnengift die Ehre.
Und was es gilt hier noch zu tun,
möge besser lange ruhn.

Doch leider gings um den Gefährten,
den die Biester dort entehrten.
So stand es schnellstens außer Frage,
ihn zu entziehen dieser Plage.

Endloses Wasser in der Globule, durchgefüttert und am Leben erhalten von einer Echse und ein tausendfaches Spinnenvolk. Eine Prüfung schlimmer als die andere. Und das Leben der Gefährten, vor allem das Yardonns, hängt am seidenen Faden.
Wir müssen unseren Gefährten Beowulf retten und dazu müssen wir in die Höhle, den Spinnenbau. Ich als Zwerg soll ihnen eine Hilfe sein, was ich auch wäre, wenn die Höhle eben nur eine Höhle wäre und statt Spinnen ein paar Fledermäuse darin hausen würden.
Ich wollte die Gruppe aufbauen, ihr Kraft verleihen, aber es war zu viel erwartet. Nur ihr Mut stieg, nicht aber ihre Lebenskraft.
Dennoch und trotzdem drangen wir in die Höhle hinein und stiegen hinab. Diese Höhle war nicht nur natürlich, sondern auch künstlicher Natur. Wir Zwerge graben auch, das weiß man, und wir graben gerne tief in den Berg. Aber man sollte nie zu tief graben. Keine Löcher steil nach unten.
Es soll Zwerge gegeben haben, die dies taten, auf ein uraltes feuriges Übel stießen und es bedurfte eines mächtigen Zauberers, dieses Übel wieder zu bannen.
Hier gab es üble Spinnen in vielen Arten und von ungeahnter Größe. Warum auch immer, ängstigt mich dieses Viehzeug seit je her und damit meine ich schon das Kleinviehzeug im eigenen Heim.
Hier bedeutete diese Angst entweder auf der Stelle zu sterben oder mit Hilfe der Göttin zu widerstehen.
Ich will nicht lange nachdenken, über diese Zeit dort unten, da es mich nur furchtbar schaudert.

Am Ende fanden wir Beowulf, der sich selbst befreien konnte und auf seiner Flucht noch auf ein nettes Stöffchen gestoßen war, dass ich als alchemistisches Sprenggut identifizieren konnte.

Wir heizten damit dem Gezücht mächtig ein. Sogar bedrohen konnten wir es damit, um Yardonn zu befreien, der sich kurz selbst in eine missliche Lage brachte.
Dennoch stellte ich wiederum fest, dass ich der Gruppe nur wenig Hilfe bin. Meine Kampfgüte reicht für eine Kneipenprügelei und der große Stratege bin ich auch nicht.
Wir haben nur einen Garwin, der immer kämpfen will und hofft, dass ihm Ideen, dann während des Kampfes einfallen. Immer wieder drängt er, doch endlich loszuziehen und erst nach der Tat zu überlegen, wie wir es hätten am besten angehen sollen. Denn dann wäre dafür Zeit…(oder auch nicht mehr).
Die Tza-Geweihte ging uns verloren. Aber dies ist die Geschichte ihres Volkes, nicht meine. Sie ist letztendlich an der Schwäche gestorben, die die Götter ihrer Rasse auferlegt haben, nämlich im Winter in eine Starre zu verfallen und zu schlafen. Wir haben sie geschützt so gut es ging. Und so leid es mir tun sollte, die Götter werden ihre Gründe dafür gehabt haben.

Nach unserer Flucht haben wir, zu müde und erschöpft für alles, uns einfach in einem Nachtlager schlafen gelegt. Aber nicht einmal das war uns vergönnt, denn derselbe Goblinstamm, der uns dareinst aufgriff, um ihm einen Oger zu kochen, weckte uns wieder in der Nacht und entführte uns zum Kochen.
Leider hatten sie dieses Mal keinen frischen Oger, sie hatten eigentlich nichts. Und hätten auch durchaus unsere Wehrkatze Beowulf oder mich verspeist.
Dann sagten sie, wir sollten den Greif braten, den sie gefangen hatten. Ungläubig ob dieser Geschichte zeigten sie ihn uns und bei der Mutter Peraine, sie hatten tatsächlich so ein Geschöpf, einen Sendboten Praios‘! Welch Frevel bahnte sich hier an. Ich wollte ihn heilen, ihm helfen zu fliehen, doch wieder fehlte mir die Kraft meiner Göttin, so wie ihm die Kraft seines Gottes fehlte.
Yardonn sprach mir Mut zu, ich sollte zuversichtlich sein und Stärke im Glauben haben. Ich wollte ihn glatt umarmen für seinen Zuspruch. Es war ähnlich, als wollte ich ihm den Glauben stärken, seine Pfeile würden einen Feind töten und ihm nicht nur ein Horn auf seine Stirn setzen.

Falla kam auf die gute Idee, Kräuter für die hungrigen Mäuler zu suchen und ich spürte genug Kraft in mir, um dieses sicher nicht in Gänze sättigende Mahl mit einem hungerstillenden Segen zu belegen.
Wir schafften es, die Goblins zu beindrucken und sie gönnen uns eine ganze ruhige Nacht vor dem Frühstück. Sie haben eine Schamanin, die deutliches Interesse zeigte am Wirken Peraines. Vielleicht sollte ich sie auf den richtigen Weg bringen. Es bleibt keine Zeit, sie zu einer Geweihten auszubilden, vielleicht nicht mal zu einer Novizin, aber wenn sie den Glauben erlangt, mit Peraines Hilfe ihrem Volk zu helfen, wäre schon viel erreicht.

Und ich hätte vielleicht Gelegenheit, meine Göttin von meinem Wirken zu überzeugen und genug Kraft anzusammeln, um auch eine Hilfe zu sein und nicht nur ausgebrannt von einer Not in die nächste zu taumeln, zur Tatenlosigkeit verdammt zu sein und nur mein bisschen Verstand zu haben, der mir meistens nur die Erkenntnis bringt, dass eh alles verloren scheint.

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Fala versteht die Welt nicht mehr

So zerrupft wie wir aussehen scheint es sinnvoll nach Andergast zurück zureisen. Die Echse nehmen wir mit, auf mich hört ja keiner. Die wäre doch in ihrem Feenwald unter Blättern im Winterschlaf bestens versorgt, aber nein wir nehmen sie mit. Weil sie bei uns sicherer ist. Hah! Wenigstens der Transport gestaltet sich einfacher als gedacht.. Uns läuft ein Pferd,fast ohne Reiter, zu. Also vom Reiter war nicht mehr viel übrig., mehr sag ich dazu nicht. Aber kein gutes Zeichen! Der Weg hat sich verändert, Schilder stehen wo vorher keine waren und in einer Schrift, die wir nicht lesen können. Wieviel Zeit mag wohl vergangen sein? Lebt noch jemand von meiner Sippe? Wir stoßen auf ein Dorf., wo vorher keines war. Bewohnt wird es von 3 Orksfrauen mit allzu menschlichen Zügen und etwa 40 kleinen, ein bisschen menschlich anmutenden Orkkindern, und alle sind sie hungrig.. Sehr hungrig. Obwohl wir unsere reiche Jagdbeute, als Dank für die Gastfreundschaft, mit Ihnen teilen, ist schwuppdiwupp unser Pferd schon auf dem Grill. Und einmal nicht hingeguckt, knabbert einer der kleinen Orks doch tatsächlich unsere Echse an. Ich hätte mir, nebenbei bemerkt, in meinem früheren Leben nicht vorstellen können einmal von " unserer Echse " zu sprechen. Das ganze Dorf wartet auf den “Großen” Ein Oger ? Ein Riesenork? Nein, ein eher kleiner Ork mit ebenfalls zu menschlichen Zügen., so stellt es sich am nächsten Morgen raus. Bei einem Jagdausflug lernen Garwin und Jardonn ein Mannbarkeitsritual der Orks kennen. Wer die Prüfungen der Treibjagd besteht, darf mit Beutel und Horn gegen Effert zu den anderen. Wer versagt, auf den wartet der Kreislauf des Lebens. Im Dorf sind die Orkfrauen an allen interessiert, was nach Mann und Mensch aus sieht. Sie murmeln etwas, was wie Wiederholung klingt. Was das jetzt wieder soll? Die familiären Verhältnisse der Orks sind ganz einfach geregelt: Recht ist 1 Mann -10 Frauen, aber 1Frau – 1Mann. Als ob irgendeine Frau mehr von der Sorte braucht! Aber das heißt, der Ork “Girrkusch” hat noch 1 bis 2 weitere Dörfer und um die 100 hungrige Mäuler zu stopfen. Schon gut, dass es hier an Wild nicht mangelt. Wir erfahren: wir schreiben den 7. Götterlauf nach der Eroberung. Aha.? Und dann erfahren wir haarsträubendes! Ein Magier mit einem komischen Hut, Xernos Wernikos, hat mit dem geeinten Kriegsheer der Orks viele Länder erobert. Und die Orks haben wohl auch Magierblut in sich, Blut menschlicher Magierinnen. Garwin schwant da Böses. Die Orks sind dadurch stark geworden und handeln jetzt mit Menschen. Wie ist das jetzt wieder zu verstehen? Girrkusch ist stolz auf seine Abstammung, sein. Blut, seine Magie. Er hat einen Ogerknochen im Dorf verbuddelt und diese Magie hält Oger fern. Unserem Zwerg allerdings bekommt die Magie nicht. Er schläft den ganzen Tag und wird zusehends noch immer müder. Wir müssen weg. Nach Andergast oder heißt das jetzt Anzast? Aber so einfach ist das natürlich nicht. Wir stolpern in ein Rudel Waldspinnen. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt. Noch dazu so fette Dinger, igitt. Ein nächtlicher Angriff hätte uns beinahe das Leben gekostet. So aber haben die Spinnen Beocat verschleppt und wir anderen sind mehr als angeschlagen. Wir machen uns also. auf in die Spinnenhöhle, geführt von einem höhlenkundigen Zwerg mit panischer Angst vor Spinnen. Keine leichte Aufgabe. Und was uns da erwartet übertriff alle Vorstellungen. Wir bekommen es mit ganzen Rudeln von Smaragdspinnen und ich nenne sie mal Mauerspinnen zu tun. Spinnen so groß wie eine Wand, aus Obsidian wie es scheint. Mit mehr Glück als Verstand treffen wir Beowulf wieder, der sich, den Göttern sei Dank, selbst befreien konnte. Er hat sogar 4 Sprengstäbe gefunden. Nur unsere Tsa-Geweihte haben wir verloren, offensichtlich von Spinnen verschleppt. Bei dem Versuch durch Sprengungen entweder die Echse zu befreien oder zumindest etliche der Spinnen zu töten bricht Jardonn durch den Waldboden ein. In einem verzweifelten Versuch ihn zu befreien drohen wir den Spinnen mit der Explosion einer weiteren Sprengstange. Überraschung! Die ekligen grünen Biester sind auch noch telepathisch begabt. So erfahren wir: irgendwo in diesem Höhlensystem sitzt eine wiederlich große Spinne mit ihrer Brut in einem glühenden Nest und braucht tausende von “Fliegen” für den kleinen Hunger zwischendurch. Wir erfahren auch, die Echse ist tot, unter Geröll verschüttet. Wir schließen eine faulen Handel, die Stange zünden wir nicht, wir lassen sie am Eingang zurück, dafür können wir unbehelligt abziehen. Naja, eine Sprengstange haben wir ja noch. Aber erst einmal nichts wie weg. Eine ungestörte Nachtruhe wäre jetzt schön gewesen. Aber nein. Mit einem. " Essen machen" werden wir mitten in der Nacht von Goblins geweckt. Und das Merkwürdigste: die kennen uns und unsere Kochkünste noch. Ihnen geht es nicht gut, sie hungern. Ihre Jagdgründe sind leer. Kein Oger, kein Wild,nichts. Aber sie haben tatsächlich einen Greifen gefangen. Den sollen wir jetzt töten und kochen, oder die Katze, oder den Zwerg. Natürlich nicht! In letzter Minute können wir ein vegarisches Essen vorschlagen. Wir sammeln Kräuter, die wir in Öl braten und zusammen mit Volkenölkratz Speisesegen kommt dabei ein sättigendes Nachtmahl für alle raus. Und so schlafen wir inmitten unserer neu gewonnenen Freunde beruhigt ein. Und morgen wollen die Frühstüch, und Volkenkratz’s Karmakräfte sind bei Null, genau wie die des Greifen. Wie schön.

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Badabumm, mächtiger Badabumm
Große Spinnen, kleine Helden

Wieder mal einer dieser Tage…
Ich dachte, es wäre selbstmord, sich mit den 1-Meter-Spinnen an zu legen… ich habe mich getäuscht… die 1-Meter Spinnen waren ein kleineres Problem, die 20 Meter Spinne schon eher….
Aber von Anfang an.
Nachdem wir das verschleppen der Tza-geweiten durch 2 Spinnen verhindert hatten, gingen wir also in die Höhle. Zunächst trafen wir nur eine 80 cm Spinne mit smaragdtener Farbe. Ihrem Verhalten nach eine Spinne, die Ihr opfer mit vorliebe von Oben anspringt, wahrscheinlich auch noch mit Gift bewaffnet. Naja, einzeln war sie ein kleineres Problem. So durchsuchten wir die Höhle, aber natürlich die einzige Ecke nicht, aus der nacher Beowulf kamm… Bei unsere untersuchung endeckten wir ein tiefes Loch, und einige Wanddurchbrüche, die mit einem Obsidianähnlichen Material verschlossen waren. Nebenbei noch eine Spinne irgendwo zwischen 2 und 5 Meter Größe. Der konnten wir ganz gut zusetzen, doch dann zog sie sich in einen höheren Bereich zurück, in dem mehrere duzend Smaragdspinnen an der Decke lauerten. Auf unserem Rückzug rafen wir dann Beowulf und noch eine Spinne von bestimmt 5 oder mehr Meter, die irgendwie Obsidianfarben war, und auch ihren Körper irgendwie entfalten konnte. Das Biest speit auch noch Spinnenfäden aus dem Maul und versucht ihre Beute dann damit zu fangen… Igitt.
Nach der Flucht (ähm, Taktischer Neuaufstellung…) aus der Höhle stellten wir fest, das die Tza-Geweihte schon wieder verschleppt worden war. Leider erwies sich das 2. Loch als zu sehr von Spinnen frequentiert, als das wir dort hätten eindringen können. Der Versucht eine der Sprengladungen, die Beowulf gefunden hatte, fachgerecht in dem Loch unter zu bringen, brachte mir einen weiteren Kratzer von den Spinnen ein..
Ein weiterer Vorstoß durch den “Haupteingang” wurde abgebrochen, weil die ganze Gewölbedecke von einem Obsidianähnlichen Material überzogen war. Dazu aber Später mehr.
Der Versuch, durch ein anderes Loch ein zu dringen endete fast mit unserer Verschüttung, bzw. dem gefressen werden von einer lauernden Spinne. Eine von Garwin geworfene Sprengladung lößte zwar das Spinnenproblem, machte aber den vorher schon unsicheren Untergrund vollends unpassierbar. Aber die Sprengstangen machten ganz schön Badabumm, mächtiger Badabumm….
Deshalb sprengten wir auch noch das 2 Loch, in das die Tza-Geweihte verschleppt worden war mit einer der Stangen. Leider brauch ich auf der Flucht vor der Explosion in einen anderen Höhlenteil ein, und meine Freunde konnten mich nicht Retten, im Gegenteil, die ganze Decke brach ein. Also musste ich zurück durch die Haupthöhle. Die Obsidianmasse an der Decke entpuppte sich als die Mutter alller Monsterspinnen, deren Beine schon größer waren als ich. Leider, oder zum glück auch monstermässig intelligent. Man konnte ihr mit einer Sprengstange drohen, und so konnte ich mich retten, obwohl die Spinne mich sicher hatte…
Nach diesem wenig Heldenhaften Handel mit dem “Feind” zogen wir Richtung Andergast, und suchten uns um Mitternacht einen Ruheplatz.
Doch wieder war uns keine ruhige Nacht beschieden, (Nachfahren?) unserer guten alten Freunde aus der Bratpfannenepisode weckten uns.
Nur diesmal ohne Oger… In der Tat, diesmal ohne die Chance auf akzeptables Fleisch. Weder Katze (Beowulf) noch Ork (Ein Junge des “Großen”) fand ich akzeptabel zum Kochen. Der von den Goblins gefangene Greif war überhaupt keine Option. Schließlich gelang es ein Mahl aus Pflanzlicher Kost zu bereiten, das trotz geringer Sammelzeit durch den Zwerg zu einer überaus sättigenden Sache wurde.
Bedenklich ist, das die Jagtgründe hier absolut lehrgefegt sein sollen. Die Menschen treiben auch keinen Handel hier. Ich vermute, Andergast exisitert nicht mehr annähernd in der Form, wie wir es kannten.
So bleiben ein paar Dinge zu tun.
Mal sehen, ob die Goblins als Vegetarier überleben können.
Mal sehen, ob wir den Greif (der wohl auch noch einen gebrochenen Flügel hat) befreihen können.
Mal sehen, ob sich nicht doch noch eine möglichkeit ergibt, etwas gegen die Spinnen zu unternehmen.
Oh Firun, was passiert nur mit dieser Welt. Übermächtige Spinnenbrut, Sendboten der Götter von Goblins gefangen, Wälder ohne Wild. Dies muss das Ende der Welt wie wir sie kennen sein.
Oh Firun, lenke meinen Geist.
Alles, für das ich gelebt habe, scheint nichts mehr wert zu sein. Orks sind mein kleinstes Problem, wo ihr Tot doch noch vor wenigen Wochen mein sehnlichstes Streben war.
Oh Firun, ich habe meine Platz in dieser Welt, mein Ziel verloren.
Oh Firun, schenke mir Einsicht
Oh Firun, hilf mir, das die Welt wieder ein lebensvoller und lebenwerte Ort wird.

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Für fetten Sold
Bericht des Garwin Sator

Wir schreiben das Jahr 953 BF, es wird Winter.
Ich wurde von einer feinen Dame als Geleitschutz angeworben. Ihr Name ist Tristania Regnas und sie ist oft recht schnippisch, ein deutliches Zeichen ihrer edlen Herkunft.
Die Reise geht zunächst in mein Geburtsland Andergast und von dort aus weiter ins Orkland. Das genaue Ziel ist mir jedoch bislang unbekannt.
Meine Verhandlungsposition für diesen Auftrag war glänzend. Andere Söldner gibt es zwar reichlich, jedoch nur wenige, die man guten Mutes als vertrauenswürdig bezeichnen könnte. Ausserdem kennt sich noch lange nicht jeder mit den Orks und den Sitten in Andergast aus und beherrscht zumindest ein paar Brocken Ologhaijan und Oloarkh. Dennoch waren die Verhandlungen bemerkenswert kurz. Zu beiderseitigem Nutzen war sich erwartungsgemäß schnell auf den Khunchomer Kodex geeinigt, auf den gerechten Lohn jedoch erstaunlicher Weise ebenso schnell. Den Sold kann man nur als fürstlich bezeichnen. 200 Dukaten, den zehnten Teil davon im Vorhinein! Das Anliegen meiner neuen Dienstherrin muss von größter Wichtigkeit sein. Ausserdem steht mir alle Beute zu, falls ich einen üblen Burschen zur Strecke bringe. Da wir nur zu Zweit reisen, sind ihrerseits wohl kaum große Kampfhandlungen angedacht. Es geht ihr offensichtlich nur um den üblichen Schutz vor Räubern und anderem Gesindel, sowie um absolute Zuverlässigkeit und um meine vorgenannten besonderen Kenntnisse. Ein Auftrag ganz nach meinem Geschmack.

Die Reise zeigt sich bisher als überraschend beschwerlich. Es gab einige kleinere Rückschläge, wenn auch nichts allzu Gefährliches. Ein paar lose Hufeisen, ein Feuer, offensichtlich von diebischen Orks gelegt, und ein kleineres Scharmützel mit denselben. Ein erwartungsgemäß kurzer Waffengang mit einem der beiden Gesellen brachte mir überraschend gute Beute. 2 Dukaten, 7 Silberstücke, 2 Kreuzer und diverse Orkmünzen. Noch überraschender war für mich jedoch der plötzliche Zusammenbruch des zweiten Orks, verursacht durch irgendwelches Gehabe meiner Dienstherrin. Sie verfügt sicherlich über magischen Fähigkeiten. Ich kenne mich mit solcherlei Dingen nicht aus, aber besser es ist auf unserer Seite als auf der Gegenseite.
Bei dieser Gelegenheit befreiten wir einen Gefangenen der Orks, einen Mann namens Jardonn, der sich in einem wahrhaft bedauernswerten Zustand befand. Er sagte, er sei ein guter Bogenschütze, betrüblicher Weise besitzt er aber keinen Bogen mehr. Nun, wir werden sehen. Jardonn nutzte gleich die erste Gelegenheit, um sich, in Lumpen gehüllt, mit einem Untoten zu balgen und sich eine üble Verletzung zuzuziehen die ihn fast zu Tode brachte. Ohne unsere erneute (und für meine Dienstherrin sehr kostspielige) Hilfe hätte er das mit Sicherheit nicht überlebt. Große Dankbarkeit in Münzform ist aber vorerst wohl eher nicht zu erwarten.

Nun sind wir in der Hauptstadt Andergast angekommen. Das Wort “endlich” möchte ich in diesem Zusammenhang lieber nicht verwenden. Ich hoffe es geht möglichst bald weiter und es gibt vorher nicht noch irgendwelchen ernsthaften Ärger.
Leider gibt es derzeit nur einen Weg in die Stadt hinein und keinen hinaus, da ein nostrischer Spion gesucht wird, der irgend etwas aus der Burg gestohlen haben soll. Bis man ihn gefasst hat, sitzen wir hier fest. Nach einer Übernachtung im Pereine-Tempel logieren wir jetzt in der Herberge “Zum fetten Schinken”.
Ich bin mir im Unklaren, was schlimmer ist, die höchst unerfreulichen Bestrafungsmethoden der Stadtwachen oder die ebenso erschreckenden Behandlungsmethoden der (überwiegend abwesenden) Pereine-Tempelgeistlichen.
Erstere haben immerhin einen gewissen Unterhaltungswert. Ich durfte mit verbundenen Augen mit einer Axt auf einen (offensichtlich recht schnell und unkompliziert verurteilten) Übeltäter werfen, habe ihn aber nur nur ein wenig angekratzt.
Die Einkaufmöglicheiten hier sind halbwegs akzeptabel. Es ist alles sehr teuer, aber nicht ganz so unverschämt beutelschneiderisch wie an manch anderen Orten.
Großartige Beute ist in dieser Stadt nicht zu erwarten, Spielglück hatte ich bisher auch keines.
Im Pereine-Tempel hält eigentlich nur ein eigentümlicher Zwerg die Stellung. Er nennt sich Volkenkratz Sohn des Eisenbart, ist aber oft unterwegs. Ausserdem gesellten sich zeitweise eine gewisse Fala und ein Thorwaler namens Beowulf Helgison zu uns. Von letzterem hört man, er könne trotz seiner Krötenhaut überraschend schnell laufen, und zwar weg vom Kampfgeschehen.
Jardonn hat sich inzwischen als Bogenbauer verdingt, vieleicht kommt er ja so zu einem eigenen Bogen. Ich würde gerne mal sehen, ob er wirklich mit so etwas umgehen kann.
Es ist jetzt schon der 17 Tag im Monat Hesinde. Ich hoffe dieser elende nostrische Spion wird bald gefasst und wir kommen hier endlich weg.

Wie befürchtet, es gab massenhaft Ärger, auch wegen der alten Geschichte aus Engasil. Zum Glück gelten die Anklagen von nostrischen Lügenbolden hier in Andergast nicht allzuviel, aber dafür wurden wir Opfer übler Ränkeschmiede, die mir und meinen neuen Leidensgefährten alles Mögliche in die Schuhe schieben wollen. In meinen Sachen wurde ein belastendes Papier gefunden, welches ich natürlich noch nie vorher gesehen hatte. Die Anderen sind auch irgendwie alle belastet worden, obwohl sie nach meinem Wissen nichts gesetzwiedriges getan haben. Irgendwie ist das Gerichtsurteil dann aber doch überraschend zu unseren Gunsten ausgefallen. Dafür hat man jetzt meine Dienstherrin eingekerkert, ihr Stammbaum reicht angeblich nach Nostria zurück. Ein Ärger jagt den Nächsten. Ich hoffe, auch das klärt sich bald als bedauerlicher Irrtum auf.
Anscheinend geht das Ränkeschmieden von hinterhältigen Alchemisten aus und richtet sich gegen Andergast und im Besonderen gegen den Sohn des Regenten und gegen eine gewisse Marisella, welche wohl doch keine Novizin der Peraine, sondern vielmehr eine Geweihte von Rhaja ist. Letztere sind in Andergast alles andere als willkomen. Aber ist es denn die Aufgabe eines kampferprobten Söldners, sich um Intrigen und politisches Ränkespiel zu kümmern? Wohl eher nicht.
Die Unterkunft im Fetten Schinken habe ich aufgegeben. Die Sachen meiner Dienstherrin sind ohnehin alle beschlagnahmt und die Zimmer neu vergeben. Ich übernachte jetzt zusammen mit den Anderen im Wirtshaus zum Ochsen und Einhorn. Auch Volkenkratz Sohn des Eisenbart, seines Zeichens Geweihter der Peraine, hat sich dazu gesellt, da sein Tempel durch Brandstifter ein Raub der Flammen wurde.

Die Führung in Andergast unterliegt einem ebenso rapiden wie unerfreulichen Wandel. Die Rotroben (sie selbst nennen sich Alchemisten des Bundes der Roten Salamander) übernehmen die Macht. Sie beraten den König und ersetzen eine Gildenführung nach der anderen. Nicht nur den Tempel haben sie abgebrannt, auch Gildenhäuser und die arme Marisella wurden bereits Opfer ihrer Flammen. Dabei bedienen sie sich neben alchemistischer Gemeinheiten offensichtlich auch höchst unheiliger Dinge. Einige ihrer Widersacher verwandeln sich in Untote und es tauchen immer wieder irgendwelche dämonischen Zeichen auf.
Und sie werden immer dreister. Da hat doch so ein schwächlicher Rotrobe tatsächlich den armen bogenlosen Jardonn umgehauen und wollte mir dann noch die Tür vor der Nase zuknallen um Jardonn weiter zuzusetzen. Gerne hätte ich ihn in der Dunkelheit des Hauses seinen Dämonengötzen näher gebracht. Leider konnte er fast so gut laufen wie unsere Krötenhaut, und unter den Augen der Bürger in den Gassen Andergasts eine Rotrobe abzuschlachten wäre derzeit wohl eher unklug.
Meine Dienstherin befindet sich angeblich nicht mehr in Haft und man sagt, die Tore seien wieder offen. Wenn beides wahr ist, hoffe ich, dass meine Dienstherrin bald ihre Angelegenheiten in der Akademie erledigt hat und wir endlich weiterziehen. Bis es so weit ist, helfe ich den Anderen die Rotroben ein wenig zu ärgern. Aber “nichts wie weg hier” erscheint mir die bessere Taktik zur Erfüllung unseres Auftrags im Orkland.

Es ist der 23 Tag im Monat Hesinde. Endlich gab es einen Lichtblick. Genauer gesagt, sogar zwei Lichtblicke.
Erst einmal zum Wesentlichen: Nachdem eine hinterhältige Rotrobe mit Hilfe eines mit ätzender Substanz “veredelten” Armbrustbolzen mein Schild ruiniert hatte, konnte ich endlich mal wieder fette Beute machen. Im Haus eines Feindes fand ich mit Hilfe des Thorwallers eine Falltür die zu einem Kellerraum mit 3 interessanten Kisten führte. Meine Versuche, die Kisten ohne den richtigen Schlüssel zu öffnen, waren leider erfolglos. Mein ohnehin übel zugerichtetes Schild bekam noch irgendeine nicht mehr loszuwerdende rote Brühe ab, die man vermutlich besser nicht berühren sollte. Aber dann fand die Krötenhaut beim Durchstöbern eines Weinregals den richtigen Schlüssel. In der ersten Kiste war nur in Beutel gepackter Tand, in der zweiten Kiste irgendwelche als Beute wenig geeigneten Schuldscheine, aber die dritte Kiste war eine wahrhaftige Schatzkiste. Dukaten, Silberstücke, Heller und Kreuzer in Hülle und Fülle. Zu viel um alles wegzuschleppen, aber mit den edlereren Münzen stopften wir uns alle die Beutel voll. 40 Dukaten, 30 Silberstücke und 50 Heller waren mein gerechter Anteil. Auf dem Wochenmarkt ein neues Schild für zwei Dukaten und eine preislich akzeptable Unterkunft namens “Silberne Harfe”, da bleibt schon ordentlich was übrig.
Auch was die Rotroben-Seuche anging, lief es nicht schlecht, dank einer Bannstrahlerin namens Varena von Karden. Die Andergaster hatten wohl schon ihre Erfahrungen mit Bannstrahlern gemacht, oder deren Ruf eilt ihnen voraus. Alles Volk machte ängstlich Platz wenn sie erschien, und wir in ihrem Schlepptau. Rotroben, die sich ihr engegenstellten ereilte ein schnelles und unglückliches Schicksal. Die Bannstrahlerin mischte die Rotroben ordentlich auf und brachte mit unserer Hilfe Vendemar von Zornbold sicher zurück zu seinem Vater, dem Regenten von Andergast. Nach einer kleinen Standpauke ging es mit einer Handvoll Gardisten weiter, Gundel von Straub, einem mehr als scheinheiligen Heiligen des Praios und wahrhaft üblen Burschen hinterher. In den Gassen Andergasts konnte er uns zunächst noch entwischen. Um uns zu entkommen sprengte er dann sogar ein Loch in die Stadtmauer und floh weiter firunwärts . Während die Anderen erst einmal das Loch ausgiebig untersuchen und verwunderte Bürger befragen wollten, eilten ich und die Stadtwachen Varena von Karden hinterher, zu deren Unterstützung wir ja alle berufen waren. Zum Glück kamen die Anderen dann doch noch hinterher. Endlich gestellt, tötete der Unheilige sich selbst um ein wahres Monster an Dämon herbeizurufen. Ein dreifach gehörnter riesiger Feuersalamander zeigte sich nicht nur erwartungsgemäß wehrhaft, sondern strahlte zudem eine ungeheure Hitze aus. Ein wilder Kampf entbrannte, ich selbst natürlich ganz vorn. Alle leisteten ihren Beitrag, ein jeder nach seinen Fähigkeiten. Selbst die Stadtwachen setzten einige nützliche Treffer. Am Ende waren wir siegreich und schickten die Kreatur dorthin zurück, wo sie hingehörte. Jedoch hat die Hitze uns Nahkämpfern mächtig zugesetzt. Wir sehen aus wie angekokelte Hühner. Schilde, Rüstungen, Gürtel, Kleidung, Haut … alles auf der Vorderseite ist angesengt. Wie schön, dass Jardonn zuvor auf dem Markt einen Kurzbogen erstehen konnte. Nun geht es zurück nach Andergast. Ich hoffe wir treffen dort noch vor Marktende ein, um zumindest unsere Aurüstung soweit nötig und bezahlbar zu erneuern.

Der 24 Tag im Monat Hesinde brachte uns keine Erholung. Kaum zurück in Andergast mussten wir feststellen, dass die Stadt von einem Haufen Waldschrate angegriffen wird. Nun sehen diese Wesen den Bäumen nicht nur ähnlich, sondern sind fast ebenso groß und widerstandsfähig. Mit normalen Waffen ist ihnen kaum beizukommen, daher machten wir uns gleich auf die Suche nach Hyliafeuer.
Zum Glück sind praktisch alle Alchemisten aus der Stadt verschwunden, so dass wir, zunächt nur zu dritt, ihre geheimen unterirdischen Gewölbe durchwühlen konnten. Wenn man sich nur auskennen würde oder zumindest ihre eigenartige Schrift lesen könnte. Es gab zwar augenscheinlich einiges an widernatürlichen Unholden, aber für einen guten Krieger kein Problem. Leider verfolgen meine Kammeraden in der Regel die Taktik “Schwächung der Kampfkraft durch Aufteilen der Gruppe”. Natürlich musste sich unsere Krötenhaut, da alleine unterwegs, von irgendwelchem Ungeziefer beissen lassen. Zum Glück konnte ich feststellen, dass einige durch das schlüsselose Öffnen einer Tür zerbrochenen Krüge den mir wohl bekannten Heiltrank enthielten. Einen Teil davon brachte Jadonn zu dem Thorwaler, die verbliebenen Reste sicherte ich mir mit Hilfe meiner kleinen, und in weiser Voraussicht gut gespülten, Glasflache. An Thyliafeuer fanden wir nur geringe frisch hergestellte Mengen in einem Labor. Die Vorratskammer mit ausreichend großen Mengen fanden wir nicht.
Einer der Gänge war eingestürzt. Am Ende eines weiteren Gangs befand sich eine eiserne Kammer in der es eindeutig nicht mit rechten Dingen zuging. Die Wände heiß, die Mitte eiskalt und dazu noch eine schwebende blaue Flamme über einem schwebenden Stock sowie darunter eine üble schwarze Brühe in einem Krug. Als die Waldschrate schon teilweise durch die Decke des Ganges brachen, und ich nur mit Mühe ihren ersten, zum Glück nur sehr halbherzigen, Angriff abwehren konnte, war ein taktischer Rückzug unvermeidbar. Jardonn musste sich aber natürlich zuerst noch das widerliche schwarze Zeug schnappen, es wurde recht knapp.
Zurück im Freien, war das Kämpfen beendet. Die Schrate hatten sich offensichtlich zurückgezogen. Der Bannstrahlerin schien Jardonns schwarze Beute eben so wenig zu gefallen wie mir, sie beäugte ihn noch argwöhnischer als je zuvor. Allerdings hielt sich meine Beute auch in Grenzen, der Heiltrank und noch ein ordentliches Stück Käse. Ersterer könnte sich immerhin noch als recht hilfreich erweisen. Weitere Beute ist da nicht mehr zu holen, die Gänge wurden leider geflutet.
Wir werden inzwischen als eine Art Helden angesehen. Das mag manch einem erstrebenswert erscheinen, ich jedoch weiß, dass Helden meist nicht lange leben. Ich hoffe es kommen bald wieder ruhigere Zeiten, mit weniger Intrigen und magischen Ärgernissen, höchstens einmal mit einer Handvoll armseliger Räuber. Andererseits hat es den Vorteil, dass uns Unterkunft, Verpflegung, Kleidung, Waffen, Rüstung und Ausrüstung seitens der Stadt gestellte werden, nur tragstarke Vierbeiner sind hier inzwischen Mangelware.
Meine Dienstherrin gab mir Nachricht, zum Orkland aufzubrechen, sie käme später nach. Jardonn wollte aber unbedingt noch ein paar Tage in Andergast bleiben, um das Bogenturnier zu gewinnen. Als Hauptgewinn gab es einen Langbogen und eine zukünftige Dienstverpflichtung in der Andergaster Armee. Jardonn kam auch problemlos in den Endkampf, insbesondere weil kaum jemand zur Teilnahme zu bewegen war. Da hat er dann aber feige gekniffen und ist nicht angetreten. Naja, feige muss ja nicht dumm sein. Ich habe ihm wohl die Sache mit der Andergaster Armee klar gemacht, als ich den Offiziersposten in selbiger ablehnte.
Der Weg zur alten Festung Anderstein erscheint mir der kürzeste und sicherste um die südliche Bergkette des Steineichenwalds hinter uns zu lassen. Die anderen sind sehr unwissend, was die Gefahren dieser Gegend anbelangt. Ich wette, die haben noch nicht einmal etwas von den Leichhörnchen gehört.
Wie auch immer, nun geht es endlich raus aus Andergast!

Am 1 Tag im Monat Firun zogen wir los. Wir kamen problemlos voran, nur Jardonn schien ein wenig nervös. Ich konnte mir während einer Rast mit Hilfe meiner Wurfmesser einen Echsenschwanz sichern. Der müsste gehen, aber wie soll ich hier an Arganwurzel, Wirselkraut und Morgentau kommen? Egal, das Ganze ist ja auch eher eine mittelfristige zusätzliche Möglichkeit als eine dringliche Notwendigkeit, und etwas habe ich ja.
Abends kamen wir sogar in einem beliebten Gasthaus unter. Es war für jeden Wunsch etwas vorhanden, gleich mehrere Spieltische, sogar einen bezüglich Einsatz geeigneten Würfel-Tisch. Ich konnte 3 Kreuzer einheimsen. Der Thorwaler war wohl die ganze Nacht mit einer Thorwalerin zugange. Hoffentlich hat er sich nichts eingefangen.
Am nächsten Tag gestaltete sich die Reise nach Anderstein jedoch recht schwierig. Wir konnten uns nicht mehr sicher sein, uns auf dem richtigen Weg zu befinden. Der eigentliche gut ausgebaute Weg bog effertswärts ab, ausgeschildert Richtung Swelltal. Nur ein Pfad führte firunwärts in jene Richtung, in welcher ich Anderstein vermute. Wie es Pfade oft so an sich haben, wurde auch unser Pfad schmaler und schmaler. Dazu gab es des Nachts noch Ärger mit rund drei Dutzend Goblins. Zum Glück hatten sie schon einen Oger erlegt und Fala und Yardonn konnten sie überreden, uns gegen Überlassung einer Bratpfanne in Ruhe zu lassen. Dennoch, lieber schnell weiter und eine Nacht um die Ohren geschlagen.
Am nächsten Tag, wie es für Pfade leider ebenfalls üblich ist, gabelte sich auch der unsrige auf. Eine eindeutig passendere Richtung war bei keiner der beiden Möglichkeiten auszumachen. Raja-firunwärts oder efferts-firunwärts, wir wählten Ersteres. Möglicherweise nicht die beste Wahl.
Wir fanden zwar später eine geeignete Lagerstelle, allerdings schlich dort ein unfreundlicher Bursche umher. Er gab sich als Sumos Diener aus. Seine vollmundige Ankündigung, dass dies “sein” Wald sei, und dass wir schon auf dem rechten Weg wären, so denn “sein” Wald uns passieren lassen würde, hätte so mancher Söldner als Kampfansage gedeutet und entsprechend beantwortet. Ich hingegen blieb freundlich. Leider musste ich wenig später feststellen, dass dieser Kerl offensichtlich meine Fallen ruiniert hatte. Dazu kamen dann noch geradezu widernatürliche Orientierungsprobleme meinerseits, obwohl der Weg zu meinen Fallen leicht zu merken war und ich ihn auch schon drei mal ohne weiteres hinter mich gebracht hatte. Nun fand ich doch noch in einer ganz gebliebenen Schlinge nicht nur ein Kaninchen, nein gleich 2 hintereinander, was eigentlich kaum möglich ist. Nun ja, da sie noch lebten, brach ich ihnen das Genick, kurz und schmerzlos, dachte ich, aber irgendwie doch nicht so richtig tot, drehte ich einem der beiden den Hals ab. Und plötzlich hielt ich eine tote Elfe (das wurde später zumindest vermutet) in Händen. Was für ein Schreck!!! Was für ein Unglück! Warum nur versteckt sich die Elfe in einem Kaninchen? Und wo überhaupt waren meine Kaninchen? Den Ärger, den das alles gibt, kann man nun wirklich im Vorhinein riechen. Ich hielt einen beschleunigten Stellungswechsel für dringend geboten. Zurück im Lager, meine Orientierungsprobleme waren schlagartig verschwunden, fand ich es völlig verlassen vor. Naja, ich weiß inzwischen schon, wie Zivilisten die Aufgabe der Lagerbewachung verstehen, die Rucksäcke laufen ja eh nicht weg.
Nach ihrer Rückehr berichteten meine Kameraden ebenfalls von unnatürlichen Problemen bei der Jagd. Auch schienen Wunden nicht mehr zu bluten oder Verletzungen verschwanden. Yardonn bestand darauf, der Elfe einen würdigen Abgang zu verschaffen. Trotz der gebotenen Eile hatte ich unter Anbetracht der Umstände nichts dagegen. Der Tod der Elfe war sicher nicht gerade glücklich, vieleicht konnte eine ehrenvolle und göttergefällige Beisetzung ja ein wenig helfen. Aber der Grabsegen unseres zu kurz geratenen Heiligen ging diesmal offensichtlich gründlich daneben. Es erschien ein riesiger, mindestens 7 Schritt großer Rabendämon, der ohne Zweifel den bösen Blick hatte. Zum Glück schützte mich mein Amulett vor seinem Blick und der Rabendämon gab sich mit den Überresten der Elfe zufrieden ohne sich weiter um uns zu kümmern.
Wir machten uns schleunigst wieder auf unseren Weg, also den geradezu mikrigen Pfad, firunwärts. Wir hatten unglaublicherweise keinen Hunger und brauchten keinen Schlaf. Es war recht kalt, überraschend kalt. Dann wurde es verrückt, wirklich verrückt und immer verrückter.
Es lief uns ein Fuchs über den Weg, der zu uns herüberschaute, als ob er uns etwas sagen wollte. Er erinnerte mich an einen Fuchs, den wir schon auf dem Weg zum Gasthaus gesehen hatten und der sich ebenfalls merkwürdig verhalten hatte. Mangels irgendeiner vernünftigen Idee, sprach ich ihn auf füchsisch an, was ja gar keine Tiersprache ist, sondern nur vom Namen her passt. Völlig überraschend antwortete er mir und wirkte dabei ausgesprochen freundlich und hilfsbereit. Die anderen verstanden ihn nicht, ebensowenig wie er sie. Er erklärte mir, dass der Diener Sumos zwar sein Untergebener, er aber nicht der Herr dieser Welt sei. Nur mit Hilfe des hiesigen Königs kämen wir zurück in die normale Welt, aber zum König dürfe er uns nicht bringen. In Hinsicht auf das Aussehen des Königs war nur zu erfahren, dass dieser eine Krone trage. Gefragt, wie wir dem König eine Freude machen könnten, antwortete er nur mit dem einen Wort “Wünsche”. Ein Versuch dahingehend, ob der Gegenstand des Wünschenden für diesen auf immer verloren ist, zeigte, dass dem nicht so ist. Fala erhielt ihre Pfanne zurück.
Irgendwann wuchsen der Krötenhaut plötzlich Schnurrbarthaare, noch etwas später ein Schwanz. Unser Thorwaler verwandelt sich offensichtlich in eine Katze, na hoffentlich schnurrt er nicht im Schlaf, falls wir überhaupt noch mal schlafen. Jardon ist irgendwie ein Blatt gewachsen und seine Narbe ist weg, er wechselte seine Farbe zu blau und lila. Ob er sich das so gewünscht hat?
Wir liefen in eine unwirkliche Umgebung hinein, ohne ihr durch Umkehr entgehen zu können. Es war keineswegs ein Traum, vielmehr eine Form von magischer Wirklichkeit, eine Art Zauberwelt.
Wir zogen weiter den Pfad entlang um zum König zu gelangen. Wir bemerkten, dass wir immer kleiner wurden und die Zeit schien irgendwie schneller zu laufen. Unser Essen verdarb in kürzester Zeit, Grashalme vertrockneten blitzschnell. Jardon hielt es für eine gute Idee, einen Grashalm auszurupfen. Alles Gras um uns herum schimpfte ihn Mörder, wie gut, dass keine Elfen in der Nähe waren. Als Jardonn mit den Armen flatterte um zu fliegen, gelang es ihm in der Tat. Fala hingegen kann kann nicht mehr auf Erde laufen, ansonsten aber schon. Jardonn hat ferner herausgefunden, dass wir uns an jeden uns bekannten Ort hinwünschen können, nur aus dieser Zauberwelt heraus kommen wir damit nicht. Uns an uns unbekannte Orte zu bewegen ist aber deutlich schwieriger, und mir ist auch noch nicht klar, ob man dann dahin kommt, wo man eigentlich hin will. Wir versuchten uns gemeinsam zum König dieser Welt zu wünschen, ohne dass wir diesen oder seinen Aufenthaltsort kannten. Wir landeten zuerst im Palast von Andergast und beim zweiten Versuch auf einem Seerosenblatt auf einer großen Wasserfläche. Wie sich herausstellte, gibt es unter der Seerose einen riesigen Fisch, ach nein, wir sind ja winzig, also einen Fisch, der die Seerose durch das schier endlose Wasser zieht.
In dieser Zauberwelt is ganz offensichtlich vieles möglich, was sonst magisch unbegabten Wesen völlig unmöglich ist.
Aber diese Wellt füllt unsere Köpfe auch mit Fragen über Fragen.
Ist der Fisch auf dem Weg zum König?
Ist der Fisch der König und die Seerose seine Krone?
Kann man mit dem Fisch sprechen?
Kann man mit der Seerose sprechen?
Würde der König überhaupt wollen, dass wir zurück in unsere Welt kämen?
Was genau kann man hier mit Wünschen oder angestrengten Versuchen erreichen?
Was geht, was geht nicht und was kann schiefgehen?
Bleibt von all dem überhaupt etwas übrig, wenn wir in unsere Welt zurück kämen?
Was ist mit den Verwandlungen?
Werden wir jemals wieder groß?
Wieviel Gold würde ich als winziger Leibwächter wohl verdienen?
Wieviel Gold könnte ich überhaupt tragen?
Jetzt sitze ich hier und grübele und grüble. Hoffentlich kommen dann auch irgendwann passende Antworten, möglichst Antworten der erfreulicheren Art.

Wie ich schon vermutete, können unbedachte Wünsche in dieser Welt durchaus höchst unangenehme Folgen haben. Der Zwerg wünschte sich das ganze Wasser unter unserer Seerose weg, er mag wohl soviel Wasser nicht. Wir stürzten in einen schier endlos scheinenden Abgrund. Das Wasser schnell zurückgewünscht, war der Aufprall erwartungsgemäß heftig. Mich und einige meiner Kameraden schlug es regelrecht von der Seerose herunter. Ein schnell herbeigewünschter treibender Baum verschaffte mir erst einmal etwas Zeit. Mit Mühe kamen wir unter Zuhilfenahme eines Seils zur Seerose zurück. Der Wunsch, den Fisch zum Stillstand zu bewegen war erfolgreich, die Folgen leider weniger. Der Himmel bekam Risse und verfärbte sich bedrohlich. Schnell den Fisch auf Höchstgeschwindigkeit gebracht, stablisierte sich der Zerfall und schien sogar zurückzugehen.
Einige eigennützige oder kameradenfreundliche Wünsche schienen zu funktionieren, andere nicht. Der Zustand unseres Katzenkamerads besserte sich wohl, ich konnte besser sehen und mich schneller bewegen als je zuvor. Hoffentlich wirkt auch mein Wunsch, dass die Krötenhaut endlich besser kämpfen lernt, wir brauchen mindestens zwei gute Nahkämpfer. Zum Nachdenken brachte mich mein Versuch, mir meine Dienstherrin herbeizuwünschen. Sie kam zwar nicht, stattdessen aber eine üble Vision in der sie gefesselt und hilflos erschien und ich das Gefühl hatte sie im Stich gelassen zu haben. Selbstverständlich war dieses Gefühl nur eine Boshaftigkeit dieser Welt, hatte ich mich doch in allen Dingen einwandfrei gemäß Kodex verhalten. Was aber wäre, wenn meine Diensherrin den falschen Magiern vertraut hätte? Selbstverständlich wäre ich auch dann an ihrer misslichen Lage völlig unschuldig, war mir doch der Weg in die Magierakademie verwehrt und meine Abwesenheit von meiner Dienstherin befohlen. Aber zu denken gibt mir diese Vision halt eben schon, vieleicht sollte ich rein sicherheitshalber auch die Möglichkeit der Gefangennahme meiner Dienstherrin ins Auge fassen.
Alle Versuche, das Wesen dieser Welt mit Hilfe von Wünschen zu ergründen hatten nur wenig Erfolg, dafür aber umso mehr schädliche Wirkungen. Als Jardonn hinter die Grenzen dieser Welt sehen wollte, um zu erfahren, welche Gefahren dort lauern, hat ihn das regelrecht umgehauen. Den Versuch, das Innere des Fisches zu ergründen bezahlte ich wiederum mit einem verletzten Auge. Immerhin konnte ich erkennen, dass es im Inneren eben kein Fisch ist. Eine wichtige Erkenntnis, da einige meiner Kammeraden direkt in das Maul des Fisches gesprungen waren, ungewöhnliche Zeichen und die Auskunft des Fisches, er sei in der Tat der König, dahin deutend, dass man durch sein Maul hindurch diese merkwürdige Zauberwelt verlassen könne. Nun sprangen auch Jardonn und ich voller Zuversicht, nun, zumindest mit halbwegs vorhandener Zuversicht.
Und plötzlich befand ich mich wieder in der richtigen realen Welt, genau dort, wo ich zuletzt meine Fallen gestellt hatte. Allerdings war ich von Baumwurzeln umwuchert und meine Ausrüstung schien um Jahre gealtert. Die ganze Zeit, die unsere Körper hier verbrachten, hatte sich offensichtlich die Zsa-geweihte Echse um uns gekümmert. Entgegen ihres Äußeren scheint sie ein ausgesprochen freundliches Wesen zu besitzen, und ich nahm mir vor, sie ebenso freundlich zu behandeln. Meine Bitte, heilend auf mein Auge einzuwirken, lehnte sie zwar ab, jedoch schien sie mir damit nur der Regel zu gehorchen, dass mich der Baum erst freigeben müsse. Nur mühsam konnte ich mich unter Zuhilfenahme meiner Wurfmesser vom Wurzelwerk befreien, umgeben von frechen Feen. Diese behandelte ich jedoch ebenfalls freundlich, wohlwissend um das Ungemach, dass ihre Schwester ereilte.
Zurück im Lager, fand ich meine Kammeraden in ähnlichem Zustand wie mich selbst. Nur Beowulf schien noch übler dran, verwandelte er sich doch anscheinend unter dem vorhandenen Vollmond in eine reißende Bestie. Das fesselnde Wurzelwerk, ein paar schwere Steine und die Tsa-Geweihte verhinderten jedoch Schlimmeres.
Mit einer ordentlichen Portion Überredungskunst konnte ich Volkenkratz dazu bewegen, die Wunde an meinem Auge zu schließen. Kurz zuvor hatte er stattdessen versucht, die bissfreudige Bestie, ihres Zeichens Seefahrer, ein wenig zu stärken damit sie ihr Gefängnis verlassen und uns alle zerreißen kann. Ein kräftiger Schlag Jardonns setzte diesem Bestreben unseres Thorwalers jedoch ein jähes Ende. Der Zwerg war zwar nun zu sehr geschwächt, um auch noch Jardonns verletzten Arm zu heilen, aber da Jardonn frei und somit seinem Bäumchen entkommen war, konnte ich die Tsa-Geweihte überreden, seinen Arm zu heilen.
Wir übernachteten an Ort und Stelle. Am nächsten Morgen schien Beowulf schon ruhiger und eindeutig weniger bissig. Die Tsa-Geweihte schlief tief und fest und war nicht mehr wach zu bekommen.
Nun überlegen wir uns, ob es angesichts unserer Lage nicht besser ist, zum Gasthaus oder gar nach Andergast zurück zu kehren.
Und ich überlege mir, ob ich die unerfreuliche Vision bezüglich meiner Dienstherrin nicht abklären sollte. Vieleicht könnte ich ja vorgeben, mich für das Mißlingen meiner Mission bei meiner Dienstherrin persönlich entschuldigen zu müssen. Hier hat doch eh niemand Ahnung von den Regeln des Kodex. Dieses Versagen wäre ja auch ohne Zweifel gar keine Schande, waren doch die erhaltenen Informationen in einem geradezu lächerlichen Ausmaß unzureichend, um den Auftrag erfüllen zu können. Aber mit mir selbst würde vermutlich niemand aus der Akademie spechen oder mich gar hinein lassen, da könnte ich wohl wochenlang vor dem Tor herumlungern.
Nun, mal sehen.

Keine Ahnung, welchen Tag wir haben, oder welches Jahr, oder welches Jahrzehnt. Jardonn bestand darauf, die unglückseelige Tsa-Geweihte mit uns ins Ungewisse zu schleppen, anstatt sie in dem für sie sicheren Wald unter Blättern in Ruhe schlafen zu lassen. Sein Optimismus, in diesem speziellen Wald zum Bau einer Trage Bäume fällen zu können, wurde mit einem Haufen nörgelnder Feen belohnt. Ein streunendes Pferd, welches ich beruhigen und einfangen konnte, half uns beim Transport. Vom ehemaligen Besitzer war kein Ärger zu erwarten, da von ihm nur noch ein verwesendes Stück Bein mit dem Fuß daran zu finden war.
Zunächst gestaltete sich der Rückweg Richtung Andergast wie zu erwarten. An einer uns bekannten Abzweigung, inzwischen jedoch mit seltsamen für uns nicht lesbaren Schildern versehen, beschlossen wir, ein ruhiges Fleckchen zum Übernachten zu suchen, um am nächsten Tag das uns bekannte Goblin-Gebiet ohne Nachtlager durchqueren zu können.
Wir fanden ein kleines Dorf mit seltsamen Einwohnern. Es schienen eine Art Mischlinge zwischen Menschen und Orks zu sein, drei Frauen und etwa 40 Kinder, keine Männer. Dieses Völkchen war ebenso gastfreundlich wie hungrig. Einmal nicht aufgepaßt, fraßen sie gleich unser Pferdchen. Das von mir erjagte Schweinchen und eine fette Pute waren auch schnell verputzt, wir konnten froh sein, selbst noch etwas davon erhascht zu haben. Wie sich später herausstellte, gehörten die 3 Frauen einem Orkmischling, der am nächsten Tag auftauchte. Auch er gab sich überraschend freundlich, nachdem er sich vergewissert hatte, dass seine Frauen sich nicht zu sehr mit uns angefreundet hatten. Er lud uns, gemeinsam mit ein paar der Jungs, zu einer Treibjagd ein. Und das auch noch zu Ehren Kors, na so ganz verkehrt konnte der Bursche ja nicht sein. Jardonn und ich begleiteten ihn, mir lieh der Halb-Ork zu diesem Zweck einen Speer. Jardonn jagte mit seinem Bogen, der die Zeit doch sehr viel besser überstanden hatte, als Jardonn es zunächst lautstark klagend vermuten ließ. Die Jagd war recht erfolgreich. Beim Mahl gab uns der Bursche bereitwillig Auskunft auf unsere Fragen, wenn auch sein Wissen recht begrenzt schien. Aus seinen Auskünften schlossen wir, dass die Gegend und noch reichliches Land praioswärts vor sieben Jahren von den Orks erobert wurde. Dazu gehörte wohl auch die Hauptstadt Andergast selbst, welche die Mischlinge jetzt irgendwie ähnlich, jedoch anders, nennen. Ich glaube Ansast verstanden zu haben. Er gab an, dass ein großer Kriegsherr die Orkstämme geeint hat und dass die Orks durch magisches Blut gestärkt wurden. Irgendwie beschleicht mich das ungute Gefühl, dass der Leiter der Magierakademie, Xernos Wernigtor selbst, der Verantwortliche für dieses Geschehen ist. Ob wohl auch meiner Dienstherrin die ehrenhafte Aufgabe zu Teil wurde, für die Stärkung der Orks in Mischlingsform herhalten zu müssen? Die Glaubwürdigkeit seiner Geschichte wurde durch die offensichtlichen Umstände gestützt. Er gab auch an, dass das Dorf vor Ogern sicher sei, weil er einen Oger getötet und seine Knochen vergraben habe. Unser Gastgeber verließ uns am nächsten Tag, um ein anderes Dorf aufzusuchen, in welchem er weitere Frauen hält. Zehn Frauen darf jeder Ork-Mischling besitzen, Segen oder Fluch? Nun, dass soll einmal nicht meine Sorge sein. In der Zwischenzeit hatte doch tatsächlich einer der Jungen der armen Tsa-geweiten Echse den Schwanz angenagt. Volkenkratz, der über die wehrlose Echse wachen sollte, war eingeschlafen, und die hiesige Dorfbevölkerung war in Sachen Essen nicht gerade wählerisch, zumindest nicht so lange Fleisch dran war.
Am nächsten Morgen zogen wir weiter, da der Zwerg immer müder wurde und kaum noch wach zu bekommen war. Wir vermuteten, dass der magische Einfluss dieser Gegend die Ursache von dieser widernatürlichen Müdigkeit ist. Der Pfad durch das Goblin-Gebiet erschien uns zunächst wohlbekannt. Doch dann gabelte er sich völlig überraschend, anstatt geradeaus zu verlaufen, wie wir es in Erinnerung hatten. Zudem schlängelte sich unser abgezweigter Pfad recht unnütz dahin. Jardon fühlte, das irgend etwas nicht stimmte. Ich tastete den Boden ab und fühlte nur Waldboden, nicht den für meine Augen sichtbaren Pfad. Bestimmt wieder so eine magische Hinterhältigkeit! Ich schlug vor, rechtwinklig zum unechten Pfad durch stetes Ertasten des Untergrunds zum echten Pfad zurück zu finden. Halb gebückt schleichend, halb kriechend, gelang uns das dann auch.
Endlich machte der Weg wieder einen normalen Eindruck und fühlte sich auch so an, wie es sich für einen Pfad gehört. Gegen Abend suchten wir uns einen Platz zum Übernachten und bauten zum Ruhigstellen unserer Wehrkatze einen provisorischen “Mondschutz”. Meine Fallenjagd blieb leider erfolglos. Obwohl einige Fallen ausgelöst waren, befand sich kein Wild darin. Mir schwante bereits, dass kein normales Wild meine Fallen ausgelöst hatte. Wir machten ein kleines Feuerchen, schafften reichlich Brandholz und trockene Äste heran, und stellten noch einige Fallen auf. Wir waren inzwischen doch recht misstrauisch geworden. Ich übernahm die erste Wache.
Nach einer Weile bemerkte ich sehr vage, dass etwas um uns herum zu huschen schien. Ich weckte meine Kammeraden. Bald wurde uns klar, dass risiege Spinnen, mit mindestens einem Schritt Leibesdurchmesser, ohne die Beine gerechnet, dabei waren eine Mauer aus Spinnweben um uns herum zu errichten. Ein Kampf schien unausweichlich. Zunächst versuchten Jardonn und Fala mit Bogen bzw. Armbrust die Spinnen zu erledigen. Der Schaden war jedoch begrenzt, sowohl aufgrund der erwarteten Zähigkeit unserer achtbeinigen Widersacher als auch wegen der begrenzten Anzahl an Pfeilen und Bolzen. Angst vor Feuer hatten die Tierchen nur bei unserem inzwischen verstärkten Lagerfeuer, brennende Scheide oder Äste hatten keine Wirkung. Uns konnte nur der Nahkampf den notwendigen Erfolg bringen. Inzwischen hatten wir es wohl schon mit mehr als zwei dutzend Achtbeinern zu tun. Als erstes stürzte sich der inzwischen doch verwandelte Wehr-Thorwaler auf die Achtbeiner wobei er ein Loch in die Wand aus Spinnweben riss. Es entstand ein wahres Knäuel aus Bestie und anderen Bestien, unser Kätzchen richtete dabei offensichtlich gewaltig Schaden an. Dennoch konnte das bei dieser Überzahl an Gegnern auf Dauer nicht gut gehen. Ich versuchte mich zu ihm durchzuschlagen um ihn dort buchstäblich rauszuhauen, blieb aber leider in dem Spinnengewirr stecken. Nun sind ein oder zwei dieser Wesen für einen guten Söldner kein Problem, allerdings muss man aufpassen nicht umzingelt zu werden und es versuchten einige sich von oben auf uns abzuseilen. Während des recht langwierigen Kampfverlaufs tötete ich einige dieser Biester, während ich selbst nur einmal auf die Rüstung getroffen wurde, meinem Schild sei Dank. Dennoch kam ich einfach nicht schnell genug voran und auch meinen Gefährten, inzwischen zum Nahkampf übergegangen und schon recht gebeutelt, gelang es nicht, bis zu Beowulf vorzustoßen.
Plötzlich war der Kampf beendet. Die verbliebenen Spinnen verschwanden ebenso unerwartet wie unser Thorwaler. Ihrer Spur zu folgen war nicht schwer. Mit Sack und Pack und Tsa-Geweihter machten wir uns auf, um unseren Kameraden zu suchen. Wir fanden am Ende ein stattliches Erdloch, offensichtlich das Spinnennest. Die meisten von uns sind mehr oder weniger übel zugerichtet, ich selbst bin noch sehr geschwächt von unserem Ausflug in die Zauberwelt.
Nun machen wir uns kampfbereit, um in das Nest einzudringen und Beowulf zu retten. Bei solch einer Höhle wird sicherlich unser noch recht unversehrter Zwerg mit seiner Axt die Führung übernehmen. Nunja, ich werde ihm schon den Rücken freihalten.

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Erfolgreich im Orkland angekommen.
Kommt der Prophet nicht zum Berg, muss der Berg zum Prophet kommen…

Noch schwer angeschlagen beschließen wir zügig gen Andergast zu reisen und die echsenhafte Tza-Geweihte mit zu nehmen. Der versuch eine Trage zu bauen endet mal wieder in einem Feenaufstand, weil Bäumeschlagen hier nicht wirklich gut gefunden wird. Verdammt, ein Wald liefert Baumaterial und Nahrung. Punkt… Verdammter Feenwald… nichts wie weg.
Ein zugelaufenes Pferd, von dessen Besitzer nur noch ein Fuß übrig war, hilft uns weiter.
So erreichen wir wieder die Weggabelung. Diese ist mit neuen Hinweisschildern in einer uns unbekannten Schrift ausgestattet. Wir beschließen zu lagern, und wenden uns Effertwärts dem Fluss zu. Dort finden wir eine Siedlung von 3 Orkweibchen mit Kindern. Diese scheinen aber einen einen Einfluss von mehr oder weniger menschlicher Blutlinie zu entspringen.
Die Weibchen erzählen uns von „dem Großen“, der Nachts kommt, Essen bringt und „Männer“ mitnimmt. Panik breitet sich aus vor dem Oger, der da wohl kommen wird. Es herrscht ziemlicher Hunger hier, während ich ein paar Erkundigungen einhohle ist es schon verwertet… Naja, mit unserer Jagtbeute zusammen wird man hier einigermassen satt. Allerdings mussten wir lernen, niemals den Zwerg in so einer Situation kochen zu lassen, davon etwas zurück zu halten im Angesicht vieler hungriger Mäuler war ihm wohl nicht möglich… Argh… sind doch nur Orks… naja, verdammt, nicht nur…
Wir schreiben das Jahr 7 nach der Eroberung… EROBERUNG… nun ist nicht nur das Svelltal zu befreien, sondern auch dieser Landstrich. Wir reimen uns zusammen, das wohl der Leiter der Magierakademie (Xernos Vernitor) zusammen mit einem grossen Kriegsheer der Ork gewaltige Eroberungen gemacht hat. Verdammte Magier, machtgeiles Gesindel, noch nicht mal ihrer Rasse treu.
Es ist zum Weinen. Wir wollten ins Orkland, und nun sind wir im Orkland. Es kam zu uns.
Wie praktisch…
Aber man war überhaupt nicht Feindselig, und wir bekammen auch eine leere Hütte. Irgendwie verdichtete sich bei mir das Gefühl, das es kein Oger ist, der bei Nacht dann kommt.
Schließlich stellte sich der Große als ein kräftig gewachsener Ork (auch mit Menschlichem Blut…) herraus, und das Dorf als eins seiner Harmesdörfer (bis zu 10 Weibchen sind Stadthaft, unserer hat noch mindestens ein anderes Dorf einen Tag Effertwärts). Eine gemeinsame Jagt mit Kirrkusch brachte weitere Erkenntnisse über die Kultur dieser Mischlinge. Starke Kinder werden für ein Mannabarkeitsritual Effertwärts fortgeschickt… Schwache auch, wenn die Kinderpopulation zu hoch ist.
Kirrkusch behauptet, das das Menschenblut in Ihnen „magisches“ Blut ist, und das die starken damit sogar Oger besiegen, und das das Dorf wegen einem vergrabenen Ogerknochen sicher ist.
Allerdings wird Volkenkratz zusehends müder, kann schon die Tza-Geweihte wegen Einschlafen nicht mehr schützen, die von einem Orkkind am Schwanz angeknabbert wird.
Nebenbei stellt sich herraus, das sich Beowulf nur im Mondlicht verwandelt, bleibt er z.B. in einer Hütte, bleibt er Thorwaler.
Am Abend verläßt Kirrkusch dieses Dorf wieder, wir auch am nächsten Morgen, um den Zwerg aus dem offenbar unheilvollen Einfluss (anti-Oger Zauber???) zu bringen. Die Tza-Geweihte auf einer Trage, den Zwerg gestütz/ geschleift von 2 anderen.
Zuerst zurück zur Kreuzung, dann weiter den weg richtung Andergast (was die Orks wohl nun Ansast nennen…).
Nach einiger Zeit macht der Weg Biegungen, die uns unbekannt vorkommen. Als wir ihnen Folgen, melden sich versteckte Sinne. Wir stellen fest, das wir im Wald sind, nicht auf dem Weg, sehen aber den Weg. Und Spinnweben bedecken unsere Körper ein bisschen. Wir tasten uns zum Weg zurück, und gehen durch den „gewachesenen“ Wald. Irgendwann verschwindet die Illusion, und wir gehen wieder auf dem Weg auf dem Weg… ähm…
Als es Zeit wird zu lagern finden wir einen Platz wo wir hoffen Beowulf vom Mond fern zu halten, sammeln etwas Feuerholz und bauen Fallen um unser Lager. Es hätte mich noch misstrauischer machen sollen… Verdammt. Garwins fallen waren leer aber ausgelößt, kein Tiere bei meiner Ansitzjagt zu sehen, nur etwas schnelles am Rande des Wahrnehmungsbereiches. Wir hätten fliehen sollen… naja, man lernt…
In der Nacht überfielen uns dann mehr als 2 Dutzend Spinnen. Und wer jetzt sagt „einfach zertreten“, nun, der hat nicht meine Schuhgröße… die Spinnenkörper ca. 1 Schritt im Durchmesser. Es war ein hoffnungsloses Gemetzel. Pfeil um Pfeil schoß ich in die Menge, Bolzen von Falla kamen dazu. Doch die Spinnemasse zeigte sich unbeindruckt, und versuchte einen riesigen Cocon um uns zu weben. Schließlich fiel Mondlicht auf Beowulf und die Werkatze sprang vor, um mit den Spinnen zu „spielen“. Er zerstörte einen Teil des Cocons, hinterließ eine Spur von toten Spinnen, wurde aber schließlich von der Übermacht besiegt und in deren Bau geschleppt. Der Rest von uns sah nicht wirklich gut gegen die Biester aus, die auch zum Teil taktisch geschickt von oben angriffen, so das wir nicht zu Beowulf vordringen konnten. Garwin leistete seine Teil bravorös, aber es waren einfach zu viele, und die Biester sind verdammt zäh. Falla und Volkenkratz kämpften im Rahmen ihrer Möglichkeiten, konnten aber nur sehr wenig ausrichten. Als die Pfeile stark zur Neige gingen, griff ich zur Axt… nur um nach wenigen Schlägen mit einem Kapitalen Patzer in der Verteidigung fast getötet zu werden. Volkenkratz brauchte mich zwar einigermassen auf die Beine, aber ich sollte ich nicht mehr treffen lassen… was bei meiner nur auf Angriff ausgelegten Nahkampffähigkeit nicht wirklich realistisch ist.
Doch schließlich verschwanden die restlichen Spinnen, und wir folgten der Spur von Beowulf bis zum unterirdischen Bau der Spinnen.
Wir hohlten schließlich alle Gefährten, die Geweihte und Ausrüstung und versammelten uns vor dem Spinnenbau. Ich bin fast am Ende und habe 8 Pfeile im Köcher. Auch Garwin ist merklich angeschlagen. Volkenkratz geht es noch am besten, aber er fühlt momentan keine göttliche Kraft in sich. Falla hatte wohl auch schon bessere Tage.
So stehen wir da, eine kleine, nur knapp mit dem Leben davon gekommene erschöpfte Reisegruppe.
Wie sollen wir Beowulf da retten. Es würde unser Untergang sein.
Was sind unsere Möglichkeiten? Wir müssten schlafen, Wunden lecken und Pfeile und Bolzen ergängen. Doch woher sollen wir diese Zeit nehmen.
Ich weiß es nicht. Wir können da jetzt nicht rein, und doch müssen wir…
Das ist Selbstmord. Das nützt auch keinem….
Was sollen wir nur tun?

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viele Götterläufe später ....

Was die Gruppe bisher herausfand
*sie befinden sich im Jahre 7 nach der großen Eroberung
*Das Gebiet der Orks hat sich enorm ausgeweitet
*Es sind viele Mischlinge in den Gebirgen verstreut und es soll eine Stadt namens Ansast geben, was das ehemailge Andergast sein dürfte
*Es gibt eine Abnormalität im Gebirgswall, wo sich eine Spinnenkönigin ein ganz spezielle Nest gebaut hat, welches die Helden näher kennen lernen durften als gewollt.
*Sie verlieren die Tsa Geweihte, die den Helden das Überleben in der Globule ermöglichte, und lassen sich auf einen Not-Pakt mit einem der Vater-Spinnen ein.
*Die Goblins sind immer noch dort und verehren die Bratpfanne, sie konnten sogar einen Greifen festsetzen.
*Die Region scheint einem Wandel durchlaufen zu haben der in jüngster Zeit zu eskalieren scheint, die Populationen sind immens geworden die Jagdgründe leer, eine Katastrophe dürfte bevorstehen ….

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Was bisher geschah

Andergast, was habe ich mir dabei gedacht? Ich hab’s vergessen. Nun gut, gleich zu Beginn dieses Abenteuers traf ich in der Zollfeste auf einen Trupp ganz ordentlicher Kameraden. Das ist aber auch schon das einzig Gute, was ich zu berichten in weiß.. Eine Stadt soll das sein? Eine Ansammlung verhutzelter, baufälliger Häuser, die Gassen eng und voller Unrat, die Einwohner einsilbig und argwöhnig, so gar nicht fröhlich und gesellig. Einen nostrischen Spion suchen sie, und jeden, der sich irgendwie merkwürdig verhält, flössen sie. Ich muss hier weg, kein Ort für gute Geschäfte. Volkenkratz , der Geweihte des hiesigen Peraine Tempels, gewährt uns Gastfreundschaft und so lernen wir auch die Novitzin Peraines kennen, Marisella. Ein recht lebenslustiges, junges Ding. Aber dann gab es auch schon gleich wieder Ärger. Im großen Badezuber des Tempels fanden wir eine Leiche, oder was davon übrig war. Und wer wird verdächtigt und inhaftiert? Wir! Im Verlies lerne ich den verschwundenen Oberen des Peraine Tempels kennen. Er spricht nur verworrenes Zeug. Er habe keinen nostrischen Spion geschützt. Hat er auch nicht, wie wir später erfahren hat er versucht Marisella, eine Geweihte Rahjas, zu schützen. Hier gehen merkwürdige Dinge vor und so können wir von Glück reden, dass wir freigesprochen werden. Oder war das auch nur ein weiterer Schachzug in dem Intrigenspiel, in das wir hier hineingeraten sind. Marisella jedenfalls ist nicht so glücklich davon gekommen. Unter einem fadenscheinigen Vorwand wurde sie verurteilt und verbrannt. Und dann sehen wir zum ersten Mal das dämonische Zeichen. Mittlerweile haben wir auf reichlich mysteriöse Art den Geliebten Marisellas gefunden, niemand geringeren als Prinz Wendemar. Er wurde mit einem vergifteten Dolch verletzt und ist besinnungslos, und als wäre das nicht schlimm genug tauchen jetzt auch noch überall Untote auf. Andergast eine Stadt, die man nicht gesehen haben muss. So langsam aber zeichnet sich ein Muster ab. Der Alchemistenbund der Roten Salamander scheint die Macht an sich reißen zu wollen und so werden die bislang unabhängigen Zunftmeister der Stadt langsam durch Lakeien der Roten Salamander ersetzt. Anscheinend aber konnte Marisella vor ihrem Tode noch einen Hilferuf an ihre Oberin senden und so schaut eine Bannstrahlerin, Varena von Karden, in Andergast vorbei. Obgleich: nicht schon zu spät? Marisella hingerichtet, der Peraine und der Prajos Tempel zerstört und entweiht, der Rondra Geweihte tot. Unser Freund Volkenkratz ist jetzt der einzige Geweihte dieser Stadt. Aber es kommt noch dicker. Als wir, Varena folgend, den flüchtigen neuen Zunftmeister des Lederviertels, Gundel von Straub, verfolgen und schließlich im Wald stellen, opfert der sich nur um einen dreifach gehörnten Feuersalamander-Dämon herauf zu beschwören. Das hat uns gerade noch gefehlt. Ganz knapp gelingt es uns den Dämon nieder zuringen. Muss ich noch eigens erwähnen wie wir aussehen nachdem wir einen Feuersalamander bekämpft haben? Richtig, angekokelt! Und das alles für die Bürger Andergasts, die uns bislang nur Misstrauen entgegen gebracht haben. Und wer zahlt mir jetzt meine Kleidung? Von der Ausrüstung ganz zu schweigen..Was wollte ich nur in dieser Stadt? Ich hab’s vergessen. Auf dem Rückweg plagt uns nachts alle der gleiche Alptraum, Waldschrate. Kaum sind wir wach, wird der Alptraum dann auch schon wahr. Waldschrate greifen Andergast an. Die Alchemisten haben die Stadt im Stich gelassen. Wir stürmen auf der Suche nach Hylia Feuer in die Katakomben der Stadt. Wir finden aber etwas ganz anderes: einen verborgenen Raum mit eisernen Wänden. In der Mitte des Raumes ein blaues, sehr kaltes Feuer, darunter einen frei schwebenden Holzstab und darunter wiederum ein Trichter mit einer Flasche und einer schwarzen Substanz. An der Decke das uns schon bekannte Dämonenzeichen. Die Waldschrate jedenfalls scheinen das Feuer nicht zu mögen, sie lassen ihre Wurzeln, wie zum Angreifen, durch die Decke wachsen. Durch ein kleines Experiment, fragt Jardonn was er sich dabei gedacht hat, können wir in Erfahrung bringen, dass der Holzstab einen wirklich üblen Dämon im Bann hält. Solltet Ihr jemals einen Holzstab unter einer kalten blauen Flamme sehen, glaubt mir, es ist keine gute Idee ihn einfach aus seiner Position zu schießen. Nunja Volkenkratz, als Geweihter der Peraine, konnte es richten. Varena identifiziert den Stab als Teil des “Käfigs”, ein mächtiges Arktefakt der Peraine. Mit vereinten Kräften können wir letztlich den Angriff der Waldschrate abwehren. Andergast und vor allem der junge König , sind uns dankbar und so können wir ein paar Tage rasten und unsere Ausrüstung wieder auf Vordermannn bringen. Dann endlich brechen wir auf, gegen Firun. Nach Anderstein soll unser Weg führen. Na was soll ich sagen ? Unser " Glück" scheint uns hold zu sein. Gleich zu Beginn unserer Reise , in der ersten Taverne, finden wir " nette" Gesellschaft. Mir stehen jetzt noch die Haare zu Berge, wenn ich an die Echse denke! Kleine Krabbelviecher sind ja schon von Übel, aber über mannshohe? Eine Geweihte Tsas soll das sein..Mir völlig egal, die soll mir nur vom Halse bleiben. Volkenkratz hat wohl Mühe sich mit dem offensichtlich schwerhörigen Wirt zu verständigen. Volkenkratz ruft Peraine an, der Wirt versteht nur " Rinde" und bringt Volkenkratz ein Schüsselchen mit Rinde zum Abendessen. Kann man es Volkenkratz verdenken, dass er die Rinde an das Echsendings weiter reicht? Echsen vertragen nur leider keine Rinde, auch kein Fleisch nur Gras, muss man sowas wissen? Wohl kaum. Wir verbringen eine unruhige Nacht in der Taverne und sehen am nächsten Tag zu, dass wir schnell weiter kommen. Die Echse hat die Rinde nicht vertragen und sich gehäutet. Der Wald ist schon merkwürdig, die Tiere sind zum Teil ganz ohne Scheu. Mit unserem Glück stolpern wir zur Essenzeit direkt in einen Trupp von Goblins rein. Die haben gerade einen Oger erlegt. Ehe die Goblins auf Zwerg zum Nachtisch bestehen, können wir sie überzeugen, dass sie sich nichts mehr wünschen als eine Bratpfanne als Wegzoll. Ehrlich gesagt, ich war es leid, das Ding. mit mir rumzuschleppen. Vielleicht wäre ja doch noch alles gut gegangen, wenn Garwin nicht die Kaninchenfallen aufgestellt hätte. Hat er aber. Oder wenn er wenigsten keinen Kaninchen , die ihn nett anblinzeln , den Kopf abreißen würde. Hat er aber. Nur war das kein Kaninchen, sondern eine Fee. Und Feen meucheln gibt so richtig Ärger. Während wir glauben weiter unserem Weg gegen Firun zu folgen, wird die Welt um uns herum merkwürdiger und merkwürdiger. Tiere können reden, das Gras auch. Alles um uns herum wird gewaltig groß oder wir werden klitzeklein , wir wissen es nicht. Von einem Fuchs, es ist der blanke Irrsinn, erfahren wir, dass nur der König uns helfen kann in unsere Welt zurück zukehren. Und, achja, der König freut sich über Wünsche. Davon hätten wir ja genug.. Naja eigentlich haben wir ja nur einen Wunsch: zurück nach Hause. Nachdem weiter laufen in einer Welt , in der alles ständig größer wird nur wir nicht, keinen Sinn macht, wünschen wir uns schließlich zum König. Wir landen, wer hätte das gedacht , auf einem Seerosenblatt, dass inmitten einer unendlich scheinenden Wasserfläche , von einem Fisch gezogen wird. Und was soll ich sagen, der Fisch ist der König, Irrsinn. Wir hocken also auf einem Seerosenblatt und wünschen und wünschen und wünschen. Mögliches, Unmögliches, Sinnvolles, Unsinniges, Gefährliches, Harmloses, Eigenütziges und weniger Eigennütziges. Diese Welt ist Irrsinn. Beowulf hat sich in eine Art Katze verwandelt, ähnlich dem Geschöpf, das ihn in den Katakomben von Andergast gebissen hat, Eigentlich schön plüschig und niedlich, wenn er nicht gerade Hunger hat. Jardonn sieht aus wie sein eigener Pflaumenbaum mit Ästen in den Haaren in grün und violett. Das kann ich später mal keinem erzählen. Nach einer langen Zeit des Wünschens schafft es Jardonn , dass wir ein Portal in unsere Welt sehen: das Maul des Fisches. Mir egal, ich springe da rein. Nur weg, schlimmer kann es nicht mehr kommen. Oder? Wach werde ich auf dem Waldboden liegend und ins Wurzelgeflecht oder Astgeflecht eines Baumes eingewachsen. Den anderen geht es nicht besser. Die ganze lange Zeit, die wir in dieser anderen Welt verbracht haben, waren unsere Körper bewegungsunfähig und unbeseelt in unserer eigenen Welt gefangen. Ich habe mich gefragt, wie unsere Körper so lange am Leben bleiben konnten, ohne Nahrung und Wasser.. Nachträglich muss ich sagen, ich hätte auch ganz gut leben können ohne die Antwort auf diese Frage zu kennen. Die Tsa-Geweihte, die Echse, hat uns wohl Monate oder Jahre mit Essen und Trinken versorgt. Auf Echsenart. Ich hätt’ das nicht wissen müssen. Eigenartigerweise kann ich mir das auch noch gut merken. Ein Wunsch , in der anderen Welt geäußert, der auch in dieser Welt in Erfüllung geht. Was bleibt sonst noch zu berichten? Wir alle können uns aus unseren Wurzelkokons befreien und Beowulf müsste Beocat heißen, da er eine Wehrkatze ist und bei Vollmond richtig ungemütlich wird, wenn man ihn nicht pausenlos hinter den Ohren grault.

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Panoptikum der geistigen Wirrnis
Wo Peraine abwesend ist, gibt es keine Wünsche mehr.

„Die Zeit schläft in diesem Raume, auf dass sie nicht vergeht
Der Geist schläft in diesem Traume, so dass er sich nicht bewegt.
Das Licht sieht sich als Schatten, schließt es seine Augen,
Ein Blick in diese Welt, mag als Sinn nicht wirklich taugen.

Ich atme in tiefen Zügen, zeitlos alt schmeckt diese Luft
Der Tod schenkt rote Rosen und verkauft Lebenshauch als Duft.
Mein Herz schlägt ganz erregt, ob dieser roten Farbe
Und in meinem Inneren öffnet sich blutend eine Narbe.
Mein Herz! Ruf ich ganz wilde, bist Du noch bei Verstand?
Es lächelt einfach milde
Und wickelt mich in weißes Gewand.“

Schon kurz nachdem ich mein Treiben in ländlichen Gebieten gegen das Wirken im Tempel von Andergast eintauschte, entwickelte sich in mir ein Gefühl , schemenhaft und nicht greifbar, dass ich mit Dingen konfrontiert werden würde, die ich bisher nicht einmal im Ansatz, sondern nur aus Legenden und mythischen Erzählungen kannte.
Aber erst als ich auf die Gruppe von Menschen traf, mit denen ich seitdem als Gefährten verbunden bin, brach sich das Chaos bahn.
Frevel, Untote, Dämonen… und doch dieser eine Moment in der ich meiner Herrin Peraine so nah war wie nie zuvor.
Welche Kraft dieses Licht mit sich bringen kann, wenn man ihm aufrichtig dient!
Mit der Hoffnung etwas von diesem Licht in Andergast zurück gelassen zu haben, brachen wir auf und es war mir gleichgültig wohin. Kein Ziel im Sinne eines bestimmten Ortes hatte ich vor Augen, sondern nur mein Wirken als Geweihter, gleichgültig wo.
Doch wieder musste ich erkennen, dass dieses Wirken abseits der geregelten Ordnung voll von Ablenkungen und Irritationen ist.
Nach einiger Wegstrecke erreichten wir ein Wirtshaus mitten im Wald, in dem einer Menge weltlicher Dinge gefrönt wurde. Aber als erstes bohrten sich dort Echsenaugen in mich hinein. Ich weiß nicht wie kurz ich davorstand, mich und mein geringes Talent im Umgang mit meinem Lindwurmschläger zu vergessen und dieses Frevelwesen meines Volkes in den Enddarm des Drachens zurückzuschicken, aus dem es einst gekrochen sein musste.
Ich muss wohl Peraine danken, die mir ein Fünkchen Ruhe sandte und mich vor dieser Tat schützte.
Zum Glück erwies sich dieses Schuppenwesen als reichlich dämliches Vieh, was aber- trotz aller gebotenen Vorsicht – friedlich zu sein schien.
Aber ich ließ mich zu sehr durch die Weltlichkeit ablenken und verhielt mich, wie ich es bei anderen nur ungern sehen würde; ich respektierte dieses Wesen nicht und erfreute mich an seiner Dämlichkeit, Gras und Rinde fressen zu wollen. Dass es sich um eine Tza-Geweihte handelte, wie die Wirtin sagte, drang nicht von meinen Ohren in mein Hirn vor.
Auch klingen mir noch die Worte der Wirtin im Ohr, dass ich die Speisen und Getränke nicht gesegnet hatte, hier inmitten der Wildnis, wo Reisende dieser Stärke vielleicht bedürfen.
An meinem Verhalten hätte mich im Gasthaus wohl niemand als Geweihten der Peraine erkannt.
Der Dienst an ihr besteht nicht aus einer großen Tat, sondern an der Menge der kleinen gewöhnlichen Taten, die allen Wesen ein Licht in der nicht immer hellen Zeit aufgehen lassen können.
So verließen wir das Gasthaus und zogen weiter und die Begegnung mit der Horde Goblins, denen wir Oger-Gliedmaßen schmackhaft in der Pfanne braten mussten, um ungeschoren weiterwandern zu dürfen, wäre wohl der Höhepunkt dieses Teils der Schilderung unserer Reise gewesen.
Als wir uns einen Rastplatz suchten und wir uns getrennt aufmachten, um Nahrung aufzutreiben, veränderte sich die Wirklichkeit um uns herum allmählich und entwickelte sich zu einem Panoptikum der geistigen Wirrnis.
Mich betraf es, als ich kräutersuchend im Wald herumkreuchte. Zwar bin ich kein Kind des Waldes, aber zehn Schritte geradeaus und wieder zurück bekomme schon hin, ohne mich zu verirren.
Ich latschte jedoch auf einmal von quer nach links und halbschräg wieder im Kreis. Verzweiflung kam in mir auf, bis mich ein Ast aus dem Nichts kommend am Kopf traf und mir die glücklichste Beule meines Lebens verpasste.
Yardonn ersann sich diesen Geck, nachdem er ebenso bemerkte, dass wir in ein magisches Verwirrspiel geraten waren und konnte so die Verbindung zwischen uns wieder herstellen.
Zurück im Lager fanden wir den Rest der Gruppe und eine auseinandergerissene Fee, die den Spaß sich als Kaninchen in der Falle auszugeben mit dem Leben bezahlt hatte.
Garwin hatte ihr kurzen Prozess gemacht, als ihn das eigentlich tote Kaninchen mit leuchtenden Augen plötzlich anschaute. Man kann ihm nicht böse sein. Selbst ich hätte in dem Moment an meinem Verstand gezweifelt und welche Reaktion sollte man von einem einfach gestrickten Söldner verlangen, als den Versuch etwas eigentlich vermutetes Totes eben nochmal zu töten.
Yardonn schlug vor das kleine Ding mit einem Grabsegen zu bestatten. (Schon wieder musste man mich an eine Pflicht erinnern!)
Ich tat wie geheißen und gab mir besondere Mühe und wir wurden Zeugen eines nur in Mythen beschriebenen Ereignisses: Golgari , der Sendbote Borons, der Seelenrabe selbst stieg vom Himmel herab und nahm die Seele der Fee mit sich.
Ob dies nun Wirklichkeit war oder auch nur ein Zauber…?
Was danach folgte, mag ich nicht niederschreiben. Kurz nur: Wir wanderten durch eine Welt, die nichts mit der uns bekannten zu tun hatte. Die Zeit ließ sich kaum empfinden, Gefährten veränderten sich körperlich und um wenigstens irgendein Ergebnis zu erzielen, unternahmen wir etliche seltsam anmutende Versuche, für die man selbst kleine Kinder der Albernheit schilt.
Am Ende landeten wir auf einer riesigen Seerosenblüte in einem riesigen Gewässer, an der ein Fisch zerrte oder sie antrieb. Aber was hier auch sein mag, hier ist Wasser! Zuviel Wasser! Viel zuviel Wasser! Und was ich noch dachte, um mir den Gedanken an das Wasser aus dem Kopf zu nehmen, war, dass ich dem Wurm hätte folgen sollen. Er hat ein Loch gegraben, für uns wäre es eine Höhle gewesen. Ein Zwerg und eine Höhle; tausendmal besser als endloses Wasser!
Peraine scheint weit weg zu sein. Es mag verzerrte Wirklichkeiten geben, in denen selbst die Götter keine Macht haben. Yardonn meinte, dies sei eine Wünsch-Dir-Was-Welt. Wo Peraine abwesend ist, gibt es keine Wünsche mehr.

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Wildniss und Wünsch dir Was
So es ging also wieder in die Wildniss...

Puh ist das anstrengend so auf Wegen zu reisen. Überall könnte ein Hinterhalt liegen…
Aber wenn man vorran kommen will, kann man nicht mehr bei jeder Wegbiegung oder jeder Reisegruppe auf dem Weg in Panik verfallen. Nach Fehlalarmen und resultierender beinahe – Kampfhandlung mit einer eigentlich friedlichen Reisegruppe musste ich meine Parnoia dann mal ignorieren und wir reisten einfach als “Wandelnde Zielscheiben” auf dem Weg. Dank eines kurz bein und Atmigen Zwerges erreichten wir ein Gasthaus erst bei Einbruch der Dunkelheit. Interessante Gestalten dadrin. Ein viel zu “schicker” Ork mit komischen Reisegewohnheiten, ein falschspielender Mensch, eine minimal nervige Echse die angeblich eine Tsa-Geweihte ist, und Reisende für Andergast und Nostria (Spione??) fielen besonders auf.
Irgendwann wurde es mir zu bunt und ich ging schlafen…
Morgens ging es nach einem Frühstück dann weiter.
An einer Wegkreuzung entschieden wir und gegen einen von eine geheimen Norbaden-Zeichen als gefährlich gekennzeichnten großen Weg und nahmen einen Trampelpfad firunwärts.
Ein relativ frischer zerrissener Bär und viele ältere Reste von Mahlzeiten zeigten mir direkt das ein Oger in der nähe war. Und der Oger lief vor und auf dem Trampelpfad (den Spuren nach zu Urteilen…). Außerdem fanden wir noch kleinere Spuren auf dem Pfad. In der Nach “fanden” wir dann einen große Anzahl Goblins, die schon den Oger erlegt hatten, und sich nun für uns interessierten. Es wurde eine Anstengende Nacht, in der wir den Oger für die Goblins in der Pfanne brieten, bis sie schließlich die Pfanne als Zoll akzeptierten…. Ähm… ja… belassen wir es dabei.
Ein wenig übernächtigt zogen wir weiter und fanden zur Mittagszeit einen guten Platz zum rasten.
Wir teilten uns auf, Garwin ging fallenstellen, der Zwerg Kräutersuchen und Fala jagen. Beowulf und ich bewachten das Lager. Irgendwann hörten wir Fala`s Hilfeschreie und halfen ihr gegen ein ausgewachsenes Wildschwein, das uns aber leider entkam. Fala war nur leicht verletzt. Im Lager zurück stellten wir fest, das der Zwerg noch immer fehlt.
So ging ich den Zwerg suchen.Und nun wurde es komisch. Seine Spuren zeugten von wildem Umhergetapse, als ob er völlig orientierunglos gewesen sei. So kannte ich den Zwerg garnicht. Und als ich ihn rief, konnte ich ihn ganz in der Nähe hören, aber nicht sehen! Ein tasten mit einer kleinen Reichweitenverlängerung brachte dem Zwerg eine Beule ein und wir konnten uns sehen. Außerdem hörte ich ein Lachen eines weiblichen Wesens, das der Zwerg wohl nicht vernahm. Verdammt, ich wittere magie ähnliches Zeug. Da es mittlerweile schon Dunkel wurde, und ich den Rückweg erstmal nicht finden konnte (meine Fackel lag im Lager….), und es auch noch anfing zu Regnen improvisierte ich einen Unterstand und wir übernachteten im Wald.
Am Morgen fanden wir leicht ins Lager zurück.
Ich wurde stuzig, als ich nach 2 ausgefallenen Mahlzeiten noch keinen Hunger verspürte. Als ich mir vorsichtig in den Arm schnitt, konnte ich kein Blut sehen. Und Fala`s leichte Verletzung war auch nicht zu sehen oder spüren.
Von Garwin erfuhren wir, das uns zwischenzeitlich “Sumo`s Diener” gewarnt hatte, das dies sein Wald sein, und das der Wald entscheiden würde, ob er uns passieren lassen würde.
Garwin erzählte außerdem, dass er einem Kaninchen den Kopf abgerissen hatte, dass sich darauf hin in ein winziges weibliche Wesen mit Flügeln verwandelte (eine Fee?). Ich hatte sofort ein ungutes Gefühl dabei und sorgte fur eine anständige Bestattung. Und tatsächlich kam sogar Golgari persönlich, um das tote Wesen ab zu hohlen.
Dann reisten wir weiter, um diese unnatürliche Zustandsebene zu verlassen. Nur hatten wir keine Ahnung wie.
Garwin sprach füxisch mit einem Fuchs, der Ihm absurderweise tatsächlich in dieser Sprache antwortete, aber nicht Garethi sprach. Die Antworten ergaben für mich keinen richtigen Sinn, aber es ging um einen König, der einen Krone trägt, und Geschenke an den König die Wünsche wären.
So fingen wir an, und Dinge zu wünschen. Bis auf Fala`s Wunsch nach einer Bratpfanne ging nichts in Erfüllung. Ich suchte und fand Seltsame Bäume, wir fanden eine unendlich weite Ebene, in der en abgerissener Grasshalm sofort vetrocknete und die anderen mich als Mörder beschimpften. Wir gingen immer weiter, Beowulf verwandelt sich stück für Stück in etwas Katzenähnliches, ich bekamm Blätter auf dem Kopf und wurde blau, schließlich verschwand meine Narbe. Je weiter wir gingen, desto kleiner wurden wir im Vergleich zu den Grashalmen. Fala konnte schließlich ihre Beine nicht mehr auf dem Weg bewegen, die Zeit verging schnell, und Wasser tropfte manchmal wagerecht aus einem Loch in meiner improvisierten Wasseruhr. Verzweiflung machte sich breit. So sollte es nicht Enden! Verzweifelt wünschte ich mich zum vermeintlichen Anfang dieser Geschichte und fand mich augenblich am ersten Lagerplatz wieder, aber offensichtlich immer noch in dieser komischen Ebene. So kehrte ich rein per Willenskraft zu den Gefährten zurück. Fala versuchte erfolgreich zu schweben… Wir waren im Wünsch dir was – Land. Nach einigen Fehlschlägen wünschten wir uns zum König… und landeten auf einer riesigen (oder waren wir nur Klein…) Seerose in einem leicht Salzigen “unendlichen” Gewässer.. Schließlich stellte ich bei einem schmerzhaften Versuch fest, das unter der “Seerose” ein riesiger Fisch schwamm und die Seerose offensichtlich mit hohem Tempo mit sich zog.
Ich glaube, wir haben den König gefunden.
Und langsam dämmert mir, das das “wünsch dir was – Land” vielleicht ungeahnte Möglichkeiten bietet… woimmer wir auch tatsächlich sein mögen.

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firunwärts
die Globule der Feen

Durch ein Frevel an den Geschöpfen der Tsa gelangten die Helden unfreiwillig in deren Welt um Buße zu tun ….

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