Alverans Pforten

Was bisher geschah

Andergast, was habe ich mir dabei gedacht? Ich hab’s vergessen. Nun gut, gleich zu Beginn dieses Abenteuers traf ich in der Zollfeste auf einen Trupp ganz ordentlicher Kameraden. Das ist aber auch schon das einzig Gute, was ich zu berichten in weiß.. Eine Stadt soll das sein? Eine Ansammlung verhutzelter, baufälliger Häuser, die Gassen eng und voller Unrat, die Einwohner einsilbig und argwöhnig, so gar nicht fröhlich und gesellig. Einen nostrischen Spion suchen sie, und jeden, der sich irgendwie merkwürdig verhält, flössen sie. Ich muss hier weg, kein Ort für gute Geschäfte. Volkenkratz , der Geweihte des hiesigen Peraine Tempels, gewährt uns Gastfreundschaft und so lernen wir auch die Novitzin Peraines kennen, Marisella. Ein recht lebenslustiges, junges Ding. Aber dann gab es auch schon gleich wieder Ärger. Im großen Badezuber des Tempels fanden wir eine Leiche, oder was davon übrig war. Und wer wird verdächtigt und inhaftiert? Wir! Im Verlies lerne ich den verschwundenen Oberen des Peraine Tempels kennen. Er spricht nur verworrenes Zeug. Er habe keinen nostrischen Spion geschützt. Hat er auch nicht, wie wir später erfahren hat er versucht Marisella, eine Geweihte Rahjas, zu schützen. Hier gehen merkwürdige Dinge vor und so können wir von Glück reden, dass wir freigesprochen werden. Oder war das auch nur ein weiterer Schachzug in dem Intrigenspiel, in das wir hier hineingeraten sind. Marisella jedenfalls ist nicht so glücklich davon gekommen. Unter einem fadenscheinigen Vorwand wurde sie verurteilt und verbrannt. Und dann sehen wir zum ersten Mal das dämonische Zeichen. Mittlerweile haben wir auf reichlich mysteriöse Art den Geliebten Marisellas gefunden, niemand geringeren als Prinz Wendemar. Er wurde mit einem vergifteten Dolch verletzt und ist besinnungslos, und als wäre das nicht schlimm genug tauchen jetzt auch noch überall Untote auf. Andergast eine Stadt, die man nicht gesehen haben muss. So langsam aber zeichnet sich ein Muster ab. Der Alchemistenbund der Roten Salamander scheint die Macht an sich reißen zu wollen und so werden die bislang unabhängigen Zunftmeister der Stadt langsam durch Lakeien der Roten Salamander ersetzt. Anscheinend aber konnte Marisella vor ihrem Tode noch einen Hilferuf an ihre Oberin senden und so schaut eine Bannstrahlerin, Varena von Karden, in Andergast vorbei. Obgleich: nicht schon zu spät? Marisella hingerichtet, der Peraine und der Prajos Tempel zerstört und entweiht, der Rondra Geweihte tot. Unser Freund Volkenkratz ist jetzt der einzige Geweihte dieser Stadt. Aber es kommt noch dicker. Als wir, Varena folgend, den flüchtigen neuen Zunftmeister des Lederviertels, Gundel von Straub, verfolgen und schließlich im Wald stellen, opfert der sich nur um einen dreifach gehörnten Feuersalamander-Dämon herauf zu beschwören. Das hat uns gerade noch gefehlt. Ganz knapp gelingt es uns den Dämon nieder zuringen. Muss ich noch eigens erwähnen wie wir aussehen nachdem wir einen Feuersalamander bekämpft haben? Richtig, angekokelt! Und das alles für die Bürger Andergasts, die uns bislang nur Misstrauen entgegen gebracht haben. Und wer zahlt mir jetzt meine Kleidung? Von der Ausrüstung ganz zu schweigen..Was wollte ich nur in dieser Stadt? Ich hab’s vergessen. Auf dem Rückweg plagt uns nachts alle der gleiche Alptraum, Waldschrate. Kaum sind wir wach, wird der Alptraum dann auch schon wahr. Waldschrate greifen Andergast an. Die Alchemisten haben die Stadt im Stich gelassen. Wir stürmen auf der Suche nach Hylia Feuer in die Katakomben der Stadt. Wir finden aber etwas ganz anderes: einen verborgenen Raum mit eisernen Wänden. In der Mitte des Raumes ein blaues, sehr kaltes Feuer, darunter einen frei schwebenden Holzstab und darunter wiederum ein Trichter mit einer Flasche und einer schwarzen Substanz. An der Decke das uns schon bekannte Dämonenzeichen. Die Waldschrate jedenfalls scheinen das Feuer nicht zu mögen, sie lassen ihre Wurzeln, wie zum Angreifen, durch die Decke wachsen. Durch ein kleines Experiment, fragt Jardonn was er sich dabei gedacht hat, können wir in Erfahrung bringen, dass der Holzstab einen wirklich üblen Dämon im Bann hält. Solltet Ihr jemals einen Holzstab unter einer kalten blauen Flamme sehen, glaubt mir, es ist keine gute Idee ihn einfach aus seiner Position zu schießen. Nunja Volkenkratz, als Geweihter der Peraine, konnte es richten. Varena identifiziert den Stab als Teil des “Käfigs”, ein mächtiges Arktefakt der Peraine. Mit vereinten Kräften können wir letztlich den Angriff der Waldschrate abwehren. Andergast und vor allem der junge König , sind uns dankbar und so können wir ein paar Tage rasten und unsere Ausrüstung wieder auf Vordermannn bringen. Dann endlich brechen wir auf, gegen Firun. Nach Anderstein soll unser Weg führen. Na was soll ich sagen ? Unser " Glück" scheint uns hold zu sein. Gleich zu Beginn unserer Reise , in der ersten Taverne, finden wir " nette" Gesellschaft. Mir stehen jetzt noch die Haare zu Berge, wenn ich an die Echse denke! Kleine Krabbelviecher sind ja schon von Übel, aber über mannshohe? Eine Geweihte Tsas soll das sein..Mir völlig egal, die soll mir nur vom Halse bleiben. Volkenkratz hat wohl Mühe sich mit dem offensichtlich schwerhörigen Wirt zu verständigen. Volkenkratz ruft Peraine an, der Wirt versteht nur " Rinde" und bringt Volkenkratz ein Schüsselchen mit Rinde zum Abendessen. Kann man es Volkenkratz verdenken, dass er die Rinde an das Echsendings weiter reicht? Echsen vertragen nur leider keine Rinde, auch kein Fleisch nur Gras, muss man sowas wissen? Wohl kaum. Wir verbringen eine unruhige Nacht in der Taverne und sehen am nächsten Tag zu, dass wir schnell weiter kommen. Die Echse hat die Rinde nicht vertragen und sich gehäutet. Der Wald ist schon merkwürdig, die Tiere sind zum Teil ganz ohne Scheu. Mit unserem Glück stolpern wir zur Essenzeit direkt in einen Trupp von Goblins rein. Die haben gerade einen Oger erlegt. Ehe die Goblins auf Zwerg zum Nachtisch bestehen, können wir sie überzeugen, dass sie sich nichts mehr wünschen als eine Bratpfanne als Wegzoll. Ehrlich gesagt, ich war es leid, das Ding. mit mir rumzuschleppen. Vielleicht wäre ja doch noch alles gut gegangen, wenn Garwin nicht die Kaninchenfallen aufgestellt hätte. Hat er aber. Oder wenn er wenigsten keinen Kaninchen , die ihn nett anblinzeln , den Kopf abreißen würde. Hat er aber. Nur war das kein Kaninchen, sondern eine Fee. Und Feen meucheln gibt so richtig Ärger. Während wir glauben weiter unserem Weg gegen Firun zu folgen, wird die Welt um uns herum merkwürdiger und merkwürdiger. Tiere können reden, das Gras auch. Alles um uns herum wird gewaltig groß oder wir werden klitzeklein , wir wissen es nicht. Von einem Fuchs, es ist der blanke Irrsinn, erfahren wir, dass nur der König uns helfen kann in unsere Welt zurück zukehren. Und, achja, der König freut sich über Wünsche. Davon hätten wir ja genug.. Naja eigentlich haben wir ja nur einen Wunsch: zurück nach Hause. Nachdem weiter laufen in einer Welt , in der alles ständig größer wird nur wir nicht, keinen Sinn macht, wünschen wir uns schließlich zum König. Wir landen, wer hätte das gedacht , auf einem Seerosenblatt, dass inmitten einer unendlich scheinenden Wasserfläche , von einem Fisch gezogen wird. Und was soll ich sagen, der Fisch ist der König, Irrsinn. Wir hocken also auf einem Seerosenblatt und wünschen und wünschen und wünschen. Mögliches, Unmögliches, Sinnvolles, Unsinniges, Gefährliches, Harmloses, Eigenütziges und weniger Eigennütziges. Diese Welt ist Irrsinn. Beowulf hat sich in eine Art Katze verwandelt, ähnlich dem Geschöpf, das ihn in den Katakomben von Andergast gebissen hat, Eigentlich schön plüschig und niedlich, wenn er nicht gerade Hunger hat. Jardonn sieht aus wie sein eigener Pflaumenbaum mit Ästen in den Haaren in grün und violett. Das kann ich später mal keinem erzählen. Nach einer langen Zeit des Wünschens schafft es Jardonn , dass wir ein Portal in unsere Welt sehen: das Maul des Fisches. Mir egal, ich springe da rein. Nur weg, schlimmer kann es nicht mehr kommen. Oder? Wach werde ich auf dem Waldboden liegend und ins Wurzelgeflecht oder Astgeflecht eines Baumes eingewachsen. Den anderen geht es nicht besser. Die ganze lange Zeit, die wir in dieser anderen Welt verbracht haben, waren unsere Körper bewegungsunfähig und unbeseelt in unserer eigenen Welt gefangen. Ich habe mich gefragt, wie unsere Körper so lange am Leben bleiben konnten, ohne Nahrung und Wasser.. Nachträglich muss ich sagen, ich hätte auch ganz gut leben können ohne die Antwort auf diese Frage zu kennen. Die Tsa-Geweihte, die Echse, hat uns wohl Monate oder Jahre mit Essen und Trinken versorgt. Auf Echsenart. Ich hätt’ das nicht wissen müssen. Eigenartigerweise kann ich mir das auch noch gut merken. Ein Wunsch , in der anderen Welt geäußert, der auch in dieser Welt in Erfüllung geht. Was bleibt sonst noch zu berichten? Wir alle können uns aus unseren Wurzelkokons befreien und Beowulf müsste Beocat heißen, da er eine Wehrkatze ist und bei Vollmond richtig ungemütlich wird, wenn man ihn nicht pausenlos hinter den Ohren grault.

Comments

“Ninja Volkenkratz” finde ich gut. Jetzt ist mir klar, warum der Kerl es nicht nötig hat, ein Schild zu tragen.
Ich werde in Zukunft die Anzahl meiner Zwergenwitze sicherheitshalber ein wenig reduzieren … ein wenig.

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neuer Nickname ;)

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Autokorrektur ist doch was feines! Ich hoffe ich hab jetzt den Unsinn all gefunden und rausgeschmissen.

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Fala

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